Die Sommersonne nutzbar machen

Bei Sonne satt und 30 Grad im Schatten kann man nichts Anderes tun außer schwitzend in der Wohnung vor dem Ventilator sitzen. Wirklich gar nichts? Nein.


Online seit: | Themenbereich: Energiespartipps

Man kann sich die Sonne auch zum Nutzen machen. Dafür braucht es nur eine Solar- oder Photovoltaikanlage. Gerade in den ländlichen Regionen sieht man diese schon auf so einigen Hausdächern. Beide Anlagen nutzen technische Verfahren, um aus dem Sonnenlicht Energie zu gewinnen. Während mit Photovoltaik mit Kollektoren Strom produziert wird, kann mit Solarmodulen Wärmeenergie erzeugt werden.
Zwar ist die staatliche Förderung für sowohl für Photovoltaik als auch für Solar in den letzten Jahren gesunken, dafür sind die Anlagenpreise allerdings ebenso geringer geworden. In diesem Jahr werden aber immer noch Investitionszuschüsse in Höhe von bis zu 40 Prozent für freistehende oder Aufdach-Anlagen gewährt.

Aber Achtung:

Es heißt schnell sein, denn in manchen Bundesländern sind die Förderungen für 2017 schon vergeben. Heuer kann man den Zuschuss noch bis zum 30. November beantragen, danach heißt es auf das nächste Jahr und die neu bewilligten Förderungen zu warten.
Auch die Frage nach der drohenden Sonnensteuer ist in Österreich längst geklärt. Lange stand zur Debatte, ob die Österreicher eine Abgabe von 1,5 Cent pro aus eigener Solarenergie erzeugten Kilowattstunde zahlen sollten. Mittlerweile müssen dies nur noch Haushalte mit über 25.000 verbrauchten Kilowattstunden im Jahr bezahlen.

Das klingt ja alles toll. Aber wie beantragt man jetzt eine Förderung für eine Solar- oder Photovoltaikanlage? Und welche Schritte gilt es vor dem Einbau zu beachten?

Wichtig ist, dass die Förderung vor dem Anlagenbau beantragt wird. Ein nachträglicher Investitionszuschuss wird zumeist nicht gewährt. Meistens ist es sinnvoll, vor dem Bau einen Photovoltaik- oder Solarexperten hinzuzuziehen. Dieser kann bei der Klärung helfen, ob eine Förderung überhaupt möglich ist. Im nächsten Schritt sollte nicht das erste Angebot gleich ausgewählt, sondern Preise und Leistungen der verschiedenen Unternehmen verglichen werden. Das günstigste Angebot muss nicht auch das Beste sein. Je nachdem, wie Ihre individuelle Situation am Haus aussieht, muss daneben noch ein Dachdecker engagiert werden. Die hohen Kosten, die durch Dachdecker und Solar- bzw. Photovoltaik-Bauunternehmen entstehen, kann natürlich nicht Jeder aus der Portokasse bezahlen.

Gerade eine solche Investition in eine ökologisch nachhaltige Zukunft wird von den Hausbanken aber recht gerne gewährt. Wenn die Finanzierung dann restlos geklärt ist, muss in der Stadtverwaltung um Genehmigung angefragt werden: die Nachbarn sollten jetzt keine Probleme mehr machen. Erst jetzt macht es Sinn, einen Förderantrag zu stellen. Wer wirklich auf den Investitionszuschuss angewiesen ist, sollte sich bei mehreren Förderstellen gleichzeitig bewerben: Beispiele für Förderstellen sind der Klima- und Energiefonds oder klimaaktiv. Aufpassen muss man nur bei der Länderzuständigkeit. Wer also in Tirol wohnt, muss auch in Tirol den Zuschuss beantragen. Ist der ersehnte Brief mit der Förderungsgenehmigung dann endlich im Postkasten, muss die Solar- oder Photovoltaikanlage innerhalb von einem Jahr errichtet werden. Ansonsten verfällt der Zuschuss.


© bauwohnwelt.at
Redaktion Bauwohnwelt