Tipps zur Optimierung von bestehenden Heizungen

Wenn der Einbau einer neuen Heizung nicht möglich ist – sei es aus technischen oder finanziellen Gründen – so gibt es eine Reihe von Tipps, um die Heizkosten trotzdem wirksam zu reduzieren.


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Tipps zur Optimierung von bestehenden Heizungen

 

Heizung entlüften

  •  Luft im Heizungssystem verhindert eine optimale Wasserverteilung. Gluckernde Geräusche und Heizkörper, die bei vollem Betrieb nicht warm werden, sind Signale dafür. Öffnen Sie nach Abschalten der Heizung das Entlüftungsventil mit Vierkantschlüssel oder Zange und fangen Sie austretendes Wasser auf. Ist die Luft entwichen, drehen Sie das Ventil wieder zu.

Freie Heizkörper

  • Verdecken Sie Ihre Heizkörper nicht mit Möbeln, Vorhängen oder anderen Dingen. So verhindern Sie einen Wärmestau und können die Heizenergie effizienter nutzen.

Fenster und Türen dicht

  • Um Wärmeverluste zu vermeiden, sollten Fenster und Türen abgedichtet werden. Ein Dichtband ist kostengünstig und dabei schnell und einfach montiert.

Raumtemperatur senken

  • Senken Sie im Winter die Temperatur Ihres Wohnraumes. Überheizte Räume schlagen sich im Energieverbrauch und in der Geldbörse nieder. Schon eine Absenkung der durchschnittlichen Raumtemperatur um 1 °C bringt eine Heizkostenersparnis von etwa 6 %!

Umwälzpumpe tauschen

  • Der Ersatz einer alten Umwälzpumpe durch eine moderne, energieeffiziente kann sich schnell rechnen. Am energiesparendsten sind elektronische, stufenlos geregelte Pumpen im Leistungsbereich von 5 bis 20 Watt. Diese haben auch im niedrigen Leistungsbereich hohe Wirkungsgrade.

Umwälzpumpe auf niedrigste Stufe

  • Die elektrisch betriebene Umwälzpumpe transportiert das erwärmte Wasser zu den Heizkörpern. Heizungspumpen wurden aus falsch verstandenem Sicherheitsdenken oft zu groß dimensioniert („Angstzuschläge“). Bei mehrstufigen Pumpen reicht in Einfamilienhäusern in der Regel die kleinste Leistungsstufe. Damit können Einsparungen von bis zu 30 % erreicht werden.

Leitungen und Armaturen dämmen

  • Vor allem in nicht beheizten Räumen sind die Ummantelung der Leitungen und die Dämmung der Armaturen wichtig. Die Dämmschalen müssen lückenlos und eng anliegend verlegt werden.

Richtig heizen

  • Achten Sie darauf, dass alle Räume mit einer eigenen Regelung (z.B. Thermostatventile) versehen sind. Eine Heizungsregelung mit Tages-, Wochen- und Ferienprogramm bringt Komfort und spart Kosten.

Check durch den Installateur

  • Regelmäßige Profi-Checks optimieren Ihr Heizungssystem in Hinblick auf die Wärmeverteilung, die Heizungsregelung und die Funktionstüchtigkeit Ihres Heizkessels. Eine jährliche Reinigung des Heizkessels verhindert, dass Ablagerungen die Wärmeabgabe hemmen. Schon ein Millimeter Ruß kann den Brennstoffverbrauch um bis zu 5 % steigen lassen.

Warmwasser speichern

  • Der Umwelt zuliebe sollte Warmwasser mit einer Solaranlage oder einer Brauchwasser-Wärmepumpe statt wie gebräuchlich mit der Zentralheizung oder dem Elektroboiler aufbereitet werden. Verzichten Sie bei der Aufbereitung mit einem Heizkessel nicht auf einen Warmwasser-Pufferspeicher! Die isolierten Heizwassertanks speichern überschüssige Wärme und gleichen Temperaturschwankungen aus. Auch alte Heizanlagen laufen dadurch effizienter.

Richtige Speicherdimensionierung

  • Passen Sie die Größe des Wasserspeichers optimal an Ihren Haushalt an. Schon die konstante Bereitstellung von warmem Wasser kostet eine Menge Geld. Für einen 3-Personen Haushalt reicht ein Speicher mit 120 Liter Fassungsvermögen aus.

Temperatur regeln

  • Bei Boilern und Warmwasserspeichern auf die Speichertemperatur achten. Mit 60 °C ist das Wasser ausreichend heiß und Keime werden abgetötet. Vor einer Reise den Speicher am besten abstellen. Bei Durchlauferhitzern die tatsächlich benötigte Temperatur einstellen um unnötigen Strom- und Wasserverbrauch vermeiden.

Im Altbau gründlich dämmen

  • Altbauten bergen viel Einsparpotenzial. Rollladenkästen, durch die oft Kaltluft eindringt, können nachträglich mit weichen Dämmmatten effizient und einfach isoliert werden. Auch das Dämmen von Heizkörpernischen sollten Sie nicht vergessen.

Richtig lüften

  • Ständig gekippte Fenster führen vor allem im Winter zu Energieverschwendung. Lüften Sie kurz und kräftig bei abgeschalteter Heizung. Im Sommer am besten in den Morgenstunden lüften und danach Fenster gegen direkte Sonneneinstrahlung mit Vorhängen oder Jalousien abdunkeln.

Wasserdruck überprüfen

  • Überprüfen Sie regelmäßig den Wasserdruck Ihrer Heizungsanlage. Ist der Druck zu gering, muss Wasser nachgefüllt werden. Den benötigten Druck zeigt der Druckmesser an der Heizungsanlage an.

Thermostatventile prüfen

  • Länger ungenutzte Thermostatventile sollten überprüft werden. Bei Heizbetrieb und geschlossenen Ventilen müssen die Heizkörper kalt bleiben, bei offenen Ventilen sollten sich diese gleichmäßig erwärmen. Anderenfalls ist das Ventil defekt, verschmutzt oder verkalkt. Bei Verschmutzung hilft leichtes Lockern des Ventilstifts. Ein kaputter Ventilkopf muss ausgetauscht oder das komplette Ventil ersetzt werden.


Energieberatung nutzen!
In jedem Bundesland finden Sie Energieberatungsstellen der Länder, alle Kontakte gibt es hier www.klimaaktiv.at/beratung/energieberatungen

Ausführliche Informationen zum Thema Heizen finden Sie unter www.klimaaktiv.at/erneuerbarewaerme

 


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