Den Saft abdrehen

Energie sparen schont die Geldbörse – das ist mittlerweile jedem bewusst. Immer mehr rückt der Aspekt des Energiesparens auch im Hinblick auf den Klimawandel in den Fokus. Dies drückt sich in der CO2-Bilanz jedes einzelnen aus.


Online seit: | Themenbereich: Strom sparen

Dennoch fällt es manchmal schwer, die richtigen Verhaltensweisen an den Tag zu legen, wenn es darum gut, nicht unnötig Energie bzw. Strom zu verbrauchen. Dabei gibt es ganz einfache Tipps, wie man im Alltag ohne viel Aufwand und Verzicht Ressourcen und somit Geld sparen kann.
Neben den altbekannten Tipps, wie Licht in unbenutzten Räumen abschalten und Elektrogeräte nicht im Stand-By-Modus laufen lassen, sondern wenn möglich ganz vom Stromnetz zu trennen, gibt es noch weitere Möglichkeiten. So sollte man bei Elektrogeräten, z.B. Kühlschränken oder Waschmaschinen, auf die Energieklasse achten. Diese reichen von A+++ bis G. Um Strom zu sparen, sollten nur Geräte der Klasse A+ oder besser angeschafft werden. Auch wenn diese in der Anschaffung teurer sind, holt man die Differenz bei den laufenden Kosten im Stromverbrauch wieder herein.

Immer mehr Elektrogeräte haben große Displays oder Bildschirme. Diese sind vor allem bei Fernsehern und Handy großteils zu hell eingestellt. Verringert man die Helligkeit, fördert das nicht nur die Langlebigkeit des Gerätes, sondern spart zusätzlich Strom.
Beim Kochen sollte man stets die Topfgröße passend zur Herdplatte auswählen, damit keine Wärme verloren geht. Außerdem spart man zusätzlich Energie, wenn man einen Topfdeckel benutzt. Ebenso benötigt man nicht so viel Strom, wenn man das benötigte Wasser mit dem Wasserkocher anstatt auf dem Herd erhitzt – außerdem geht dies meist sogar schneller. In der Küche kann man noch anderorts sparen – nämlich beim Kühlschrank oder der Gefriertruhe. Diese sollte an einem möglichst kühlen Orten aufgestellt werden – nicht direkt neben Wärmequellen wie Spüle oder Herd. Ist der Kühlschrank leer, führt das oft zu Unmut, wenn man hungrig davorsteht – und hat noch einen weiteren Nachteil: ein leerer Kühlschrank verbraucht mehr Strom, als ein vollgefüllter, da die Luft ein schlechter Wärmeträger ist. Ebenso können durch regelmäßiges Abtauen 15 bis 45 Prozent an Strom für das Gerät eingespart werden. Bei Geschirrspülern sollte man darauf achten, dass diese möglichst voll beladen sind. Es lohnt sich das Sparprogramm zu wählen und das Geschirr nicht vorspülen zu lassen.

Weiteres Einsparungspotenzial gibt es beim Wäsche waschen. Halb beladenen Waschgänge sollten hier ebenso vermieden werden – auch wenn das Lieblingsshirt so dringend gebraucht wird. Immer häufiger sind Waschmaschinen mit einer Funktion für halbe Ladungen ausgestattet – diese sparen im Vergleich zur vollen Ladung jedoch nur wenig ein. Oft reichen niedrige Temperaturen beim Waschen aus, damit die Wäsche wieder sauber wird. Diese sollte man nach Möglichkeit an der (frischen) Luft trocknen lassen – so spart man Energie beim Trockner und schont die Kleidung.
Das gilt übrigens auch für nasse Haare: Ein Fön verbraucht im Bereich Badezimmer besonders viel Strom. Vor allem im Sommer kann man die Haare lufttrocknen lassen (und die Wohnung wird auch nicht unnötig aufgeheizt).
Energie sparen heißt aber nicht nur Strom sparen. Auch mit richtigem Heizen und überlegten Wasserverbrauch lässt sich einiges machen. So kann man sich am Ende ein bisschen mehr von den schönen Dingen im Leben leisten.


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Redaktion Bauwohnwelt