Ratgeber: Energiebewusster leben

Bei älteren Häusern und Wohnungen sind oftmals Renovierungen oder Sanierungen notwendig, die einer sorgfältigen Planung bedürfen und Zeit in Anspruch nehmen. Folgende Tipps, sollen ihnen helfen effizient Energie zu sparen und somit energiebewusster zu leben.

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Online seit: 17.07.2014 | Themenbereich: Strom sparen
Ratgeber: Energiebewusster leben

Tipps für den gesamten Wohnraum

Schließen Sie Rollläden über Nacht, sodass der Wärmeverlust verringert wird. Dieses gilt auch für Außenjalousien, wenn diese sturmsicher sind, ansonsten nur bei Windstille.

Besser Sie öffnen Ihre Fenster öfter im laufe des Tages (10 Minuten reichen schon) statt ein Dauerlüften zu bevorzugen.

Durch die Anwendung von Zwischenschaltern verhindern Sie den Stand-by-Betrieb von Elektrogeräten - das spart Energie.

Noch immer gibt es in vielen Geschäften herkömmliche , einfache Glühbirnen als Restposten zu kaufen. Diese sind oft günstiger als Energiesparlampen oder moderne LED-Beleuchtungen.

Aber Vorsicht!
Eine Glühbirne mit 60 Watt verbraucht rund 40 kWh Stunden mehr Strom im Jahr als die Energiesparlampe. Bei Nutzung der Energiesparlampe können jährlich 7,84 € gegenüber der Nutzung der Glühbirne eingespart werden.


Tipps für Ihre Heizung

Ihre Heizanlage sollten Sie in regelmäßigen Abständen warten. Dazu gehört auch eine jährliche Abgasmessung.

Wenn Sie längere Zeit nicht zu Hause sind, z.B. Urlaub oder Wochenendausflug, drehen Sie Ihre Heizung um ein paar Grad zurück oder stellen Sie den Regler Ihrer Heizkörper auf Stufe 1.

Verwenden Sie Ihre Heizkörper nicht als Trockner für Kleidungsstücke,denn dadurch gehen bis zu 40 Prozent Energie verloren.

Übrigens, wenn Sie Ihre Heizung um 1°C zurückdrehen, sparen Sie im Winter rund 6% Heizenergie ein.


Tipps für Ihre Küche

Kochen ohne Deckel ist wie Heizen bei offenem Fenster: Denn ohne den passenden Deckel benötigt man etwa dreimal so viel Energie, um die Temperatur zu halten. Sind Töpfe und Pfannen kleiner als die Kochplatte, geht ebenfalls Wärme ungenutzt verloren. Besonders bei langen Garzeiten von mehr als 20 Minuten lohnt sich der Einsatz eines Schnellkochtopfes. Dieser spare bis zu 30 Prozent Energie ein.

Es ist unnötig dreckiges Geschirr zu spülen, bevor es in den Geschirrspüler kommt. Die heutigen Spülmaschinen sind durchaus in der Lage, mit dem richtigen Programm auch stark verdrecktes Geschirr zu reinigen. Dazu sollte die Maschine erst benutzt werden, wenn sie komplett gefüllt ist.

Wer keine Spülmaschine hat sollte das Geschirr nicht unter fließendem Wasser abspülen, sondern immer im Becken mit Stöpsel. Am Anfang reicht es aus, das Becken nur 2-3cm mit Wasser zu füllen. Das Spülwasser wird automatisch mehr, wenn das Geschirr klar abgespritzt wird. 

Spülreihenfolge: Zuerst Gläser und sauberes Geschirr, zum Schluss Pfannen, Töpfe und stark verschmutzte Utensilien


Gefriergeräte stehen am besten in einem kühlen Raum, fern von Wärmequellen und Sonneneinstrahlung. Die Lüftungsgitter müssen frei bleiben. Minus 18 Grad reichen zum Frosten von Speisen aus. Spätestens wenn die Reifschicht einen Zentimeter dick ist, sollten Sie den Gefrierschrank abtauen. 

Da Reif aus Wasser entsteht, müssen Lebensmittel vor dem Einfrieren dicht verpackt werden. Auch Übersicht im Gefriergerät hilft, Energie zu sparen, denn so steht die Tür nicht lange offen und warme Luft bleibt draußen. Auf längere Sicht lohnt sich ein Gerät der Effizienzklasse A++.
Achten Sie auch beim Kauf darauf, dass Ihr Gerät über eine Superfrost-Funktion verfügt.


Tipps für Ihr Badezimmer

Beim Baden wird mehr als zweimal so viel Wasser verbraucht, wie beim Duschen. Während ein Vollbad 120 Liter Wasser verschlingt, werden beim Duschen „nur“ 70 Liter fällig. Zusätzlich zum Wasserverbrauch steigt aber auch der Stromverbrauch. Für ein Vollbad werden rund 600 Kilowattstunden mehr Strom verbraucht, als für das Duschen nötig wären.

Anstatt zu Baden sollte die Dusche also vorgezogen werden. Noch effizienter geht das, wenn das warme Wasser durch einen Durchlauferhitzer erwärmt wird, anstatt in einem Warmwasserspeicher auf Abruf zu warten. Wer dann noch auf ein paar Grad bei der Wassertemperatur verzichten kann, der spart gleich nochmal! 

Rund 15 Euro lassen sich im Jahr sparen, wenn anstatt bei 40 Grad bei 36 Grad warmem Wasser geduscht wird.


Richtiges Wäschewaschen:  

30- oder 40-Grad-Programme reichen meist völlig aus, um die Wäsche hygienisch sauber zu bekommen. Waschen Sie Feinwäsche und Wolle bei höchstens 30 Grad und Buntes bei 40 Grad. 
60 Grad sind höchstens bei starken Flecken, weißer Wäsche, Bettzeug, Unterwäsche sowie Handtüchern empfehlenswert. Bei dieser Temperatur werden auch die meisten Krankheitskeime abgetötet. 

Verzichten Sie auf Vorwäsche. Flecken und starke Verschmutzungen behandelt man besser mit Spezialmitteln vor. Stellen Sie nach dem Waschen den Temperaturwähler wieder auf "Null", um Bedienungsfehler zu vermeiden.

Übrigens: Waschpulver und Tabs waschen meist sauberer als Flüssigwaschmittel und belasten die Umwelt weniger.



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Redaktion Bauwohnwelt