Strom sparen – auf Wasserkraft umsteigen?

Die Schlagzeilen über Naturkatastrophen nehmen zu, die Temperaturen spielen verrückt – Grund genug dafür, dass bei vielen Menschen das Umweltbewusstsein steigt. Ein Punkt, an dem sie leicht ansetzen können, ist der Stromverbrauch im eigenen Haushalt.


Online seit: 27.07.2016 | Themenbereich: Strom sparen
Strom sparen – auf Wasserkraft umsteigen?

Den Verbrauch zu reduzieren, ist eine Methode, ein weiterer Schritt ist, zu Ökostrom zu wechseln. Doch es gibt nicht nur eine Art des grünen Stroms, sondern verschiedene: Strom, der aus Wasserkraft gewonnen wird, ist eine von ihnen.

Energiegewinnung in Wasserkraftwerken

Sich die Kraft des Wassers zunutze zu machen, ist kein neues Prinzip. Doch viele Leser wissen nicht, was dabei genau passiert. Damit dies geschehen kann, ist als Grundvoraussetzung ein Fluss notwendig. In zwei Varianten lässt sich nun Energie gewinnen:

  1. Wasserkraftwerke finden sich in Österreich zum Beispiel in Form von Laufwasserkraftwerken. Die natürliche Strömung sorgt dafür, dass das Wasser durch eine Turbine fließt und sie in Bewegung versetzt. Über einen Generator und Transformator lässt sich die Bewegung der Turbine in Strom umwandeln.
     
  2. Dieser Effekt lässt sich in einem Speicherkraftwerk noch erhöhen. Der Fluss mündet hier in einen Stausee, wo sich das Wasser sammelt. Einige Speicherkraftwerke sind zudem mit einem höher gelegenen Speicherbecken verbunden. Sie pumpen das Wasser zuerst nach oben, um es bei Bedarf wieder abzulassen. So lässt sich die potenzielle Energie speichern.

 

Vor- und Nachteile von Strom aus Wasserkraft

Wasserkraftwerke sind heute eine beliebte Methode, um Energie zu gewinnen. Wie bei anderen Methoden zur Stromerzeugung gibt es aber sowohl Vor- als auch Nachteile. Positiv ist bei Strom, der aus der Kraft des Wassers gewonnen wird:

  • Strom durch Wasserkraft lässt sich unabhängig von der Tages- und Jahreszeit gewinnen. Während Solarenergie nur tagsüber und überwiegend im Sommer gewonnen wird, fließt ein starker Fluss im Allgemeinen das ganze Jahr über.

  • Kommt es zu starken Regenfällen oder findet im Frühjahr die Schneeschmelze statt, sind die Anwohner in umliegenden Städten unter Umständen vom Hochwasser bedroht. Über einen Stausee lässt sich die Gefahr bis zu einem gewissen Punkt aufhalten.

  • In herkömmlichen Kraftwerken entsteht bei der Gewinnung von Energie für die Umwelt schädliches CO2. In einem Wasserkraftwerk ist dies nicht der Fall.

 

Es gibt jedoch auch Punkte, die zum Nachdenken anregen:

  • Das natürliche Fließverhalten des Flusses ist durch ein Wasserkraftwerk eingeschränkt.

  • Ist einem Wasserkraftwerk ein Stausee vorgelagert, ist dieser dafür auszuheben. In der direkten Umgebung des Kraftwerkes aber auch im weiteren Verlauf des Flusses sind dadurch Veränderungen zu bemerken.

  • Fische oder andere Tiere, die das Wasserkraftwerk überwinden müssen, um in den nächsten Flussabschnitt zu gelangen, erleiden durch das Durchqueren der Turbine Schaden.

 

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Redaktion Bauwohnwelt