Poolheizung - empfehlenswert oder unnötiger Luxus?

Mit einer Poolheizung lässt sich die Freibadsaison noch um einige Tage verlängern. Wenn es Draußen herbstlich wird und die Temperaturen allmählich sinken, reichen oftmals die Sonnenstrahlen nicht aus, um das Wasser ausreichend zu erwärmen. Eine angenehme Pooltemperatur liegt zwischen 26 und 30 Grad Celsius.


Online seit: 13.11.2017 | Themenbereich: Freizeit
Poolheizung - empfehlenswert oder unnötiger Luxus?

Mit einer Poolheizung lässt sich das Wasser erwärmen, sodass das Wasser auch im Herbst noch eine angenehme Temperatur hat. Damit das Badevergnügen nicht zur Kostenfalle wird, sind alternative Energiequellen empfehlenswert. Sonnenkollektoren sind eine gute Alternative. Außerdem gibt es die Möglichkeit, das Wasser mittels Erdwärme, Wärmepumpe oder Elektroheizregister zu erwärmen.


Die Wasserpumpe – moderne Technik sorgt für höheren Wirkungsgrad

Die Umwälzpumpe ist das wichtigste Element der Poolanlage. Sie zieht das Wasser aus dem Schwimmbecken an, leitet es durch die Filteranlage und pumpt es anschließend wieder zurück in den Pool. Bei den Pumpen gibt es verschiedene Modelle, die sich in der maximalen Fördermenge und der Förderhöhe unterscheiden. Wichtig ist, dass die Pumpe ausreichend dimensioniert ist, um nicht immer am Leistungslimit zu laufen. Welche Technik noch für einen privaten Pool empfehlenswert ist, hat der Bundesverband Schwimmbad und Wellness e.V. im entsprechenden Artikel dargelegt.


Die Poolabdeckung

Mit einer Poolabdeckung lässt sich nicht nur verhindern, dass allzu viel Blätter, Zweige und andere Verunreinigungen im Poolwasser landen. Die Abdeckung sorgt auch dafür, dass das Wasser über Nacht nicht zu stark abkühlt. Somit reduziert sie den Energiebedarf für die Wiedererwärmung des Wassers erheblich. Das ist insbesondere im Herbst und im Frühling wichtig, wenn die Nächte kühler sind.

Für eine einfache Poolabdeckung reicht eine Plane aus Polyethylen. Soll die Folie zusätzlich dabei helfen, das Schwimmbadwasser aufzuheizen, empfiehlt sich die Verwendung einer speziellen Solarfolie oder -plane. Damit geht die Wärme im abgedeckten Pool nicht verloren und bei Sonneneinstrahlung heizt sich das Wasser unter der Folie schön auf. Außerdem hilft die schwarze Folie das Algenwachstum zu blockieren, da kein Licht mehr ins Wasser vordringt.


Der Pool nach Maß

Jeder Poolnutzer möchte seinen Pool am liebsten ganz individuell nutzen. Viele stellen sich die Frage Pool oder Teich? Für einen Pool gibt es so viele Möglichkeiten, wie beispielsweise ein Sportbecken oder ein Teil des Pools als Spielplatz für die Kleinen. Integrierte Flachwasserzonen verwandeln den Schwimmplatz in eine Liegefläche. Mit vorgefertigten Elementbecken ist der Einbau ganz einfach.

Die Form der Pools ist dabei zwar vorgefertigt, dennoch ist die Auswahl sehr groß. Dabei gibt es exklusive Pools mit Überlauf, einfache rechteckige Becken oder den Pool mit Römertreppe. Die Freiformbecken haben sanfte Rundungen und sehen besonders ästhetisch aus. Die Becken mit Sondereinstieg bieten im Einstiegsbereich eine schöne Sitzgelegenheit. Beim Pool mit Rollokasten verschwindet die Abdeckung unsichtbar.



Die Materialien für den eigenen Pool

Ein nachhaltiges Poolmaterial ist sicherlich Edelstahl. Das glänzende Material ist sehr ästhetisch und zu 100 Prozent recyclingfähig. Viele Pools sind allerdings aus Kunststoff. Dabei ist Polyfaser ein hochwertiger Rohstoff, aus dem ebenfalls langlebige und nachhaltige Produkte hergestellt sind.
Der wohl beständigste Kunststoff, der auch beim Poolbau zum Einsatz kommt, ist Polypropylen. Dieses Material ist säure- und laugenbeständig und sehr langlebig. In der Verarbeitung lässt es sich schweißen, nachbearbeiten und formen.

In klarem Wasser, dessen Werte optimal eingestellt sind, macht das Schwimmen gleich nochmal so viel Spaß


Der 100 Prozent durchgefärbte Werkstoff ist UV-beständig und in vielen Farben erhältlich. Wobei die bevorzugte Farbe beim Poolbau Hellblau ist. Wer bei diesem kostengünstigen Material nicht spart und auf eine Wandstärke von acht Millimeter achtet, hat sicher lange Freude an seinem Pool. Bei der Verarbeitung ist es wichtig, dass die Stahlrohrrahmen vollständig mit Polypropylen ummantelt sind.

So entsteht ein nachhaltiger Korrosionsschutz. Das resistente Material verzeiht Fehler bei der Wasseraufbereitung. Wobei es Alternativen zum Chlor gibt, wie das Pool-Magazin ausführlich erläutert.

Polyester lässt sich ebenfalls sehr gut für die verschiedensten Poolformen verwenden. Bei der Konstruktion mit diesem Material ist auch auf eine stabile Konstruktion zu achten. Mit der Zeit können die Chemikalien die Oberfläche angreifen. Hier ist die richtige Wasseraufbereitung sehr wichtig, damit das Schwimmbecken lange hält.


Wenn der Pool undicht wird

Ältere Pools aus Beton, alte Polyesterbecken oder Fliesenbecken werden mit der Zeit undicht. Mit einer neuen Folienauskleidung lässt sich eine größere Renovierung verhindern. Dabei überzieht eine neue Kunststofffolie das alte Beckenträgermaterial und macht es wieder dicht. Die einzigen Schwachstellen sind die Rohrdurchführungen und Befestigungen. Wer hier spezielle Klemmflansche für die Foliendurchführung verwendet, kann undichte Stellen vermeiden.

Damit keine Falten bleiben, ist es notwendig, Boden und Wände sorgfältig auszustreichen, solange die Folie noch nicht vollflächig verklebt ist. Das geschieht am einfachsten, während das Wasser in den Pool einläuft. Im Idealfall bleiben keine Falten zurück. Eine weitere Korrektur ist erst wieder möglich bei der Entleerung und erneuten Befüllung. Da es sich hier nur um eine Folie handelt, ist dieses Material sehr leicht verletzbar. Aus diesem Grund ist auf eine entsprechende Materialstärke zu achten.


Aufblasbare Pools – die kostengünstige Alternative

Auch für kleine Gärten und das kleine Budget gibt es Lösungen, wie hier der aufblasbare Pool

Wer nicht sehr viel Platz im Garten hat, zur Miete wohnt oder einfach nicht so viel Geld ausgeben möchte, für den sind aufblasbare Pools eine Alternative. Diese Pools gibt es in verschiedenen Größen. Am besten ist es, vorher schon den vorhandenen Platz genau auszumessen. Ist nur wenig Platz zur Verfügung, können schon wenige Zentimeter Differenz darüber entscheiden, ob der Pool noch reinpasst oder ob er am Ende vielleicht doch zu groß gewählt ist.



Sommer, Sonne, Poolvergnügen – der Pool im eigenen Garten

Wenn dann im Sommer das Thermometer mal wieder Hitzerekorde meldet, ist Abkühlung gefragt – von innen und von außen. Ein Pool im Garten ist dann eine willkommene Erfrischung. Er trägt zur Entspannung bei, kühlt von außen, bringt Urlaubsfeeling und viel Spaß. Darüber hinaus sind Schwimmen und Bewegung im Wasser gesund und eine Wasserfläche verschönert den Garten auf besondere Weise. Das Schwimmbad wertet die gesamte Immobilie auf. Heute muss ein eigener Pool kein Traum mehr bleiben. Es gibt für jedes Budget eine passende Lösung.

 

Bildquelle (c) Shutterstock.com / pixabay @survivor, @markusspiske


© bauwohnwelt.at
Redaktion Bauwohnwelt