Der Winterschnitt

Beginnen Sie mit dem Winterschnitt nicht zu früh und warten Sie, bis die größten Frostperioden vor-über sind. Ohnehin eignen sich für den Schnitt die Monate von Oktober bis Januar für die meisten Obst- und Ziergehölze nicht, da zum einen Vegetationsruhe herrscht, zum anderen bei vielen Pflanzen kleinere Zweige nach dem Schnitt durch den einwirkenden Frost vertrocknen können, da sich ohne Pflanzenwachstum kein Wundgewebe bildet.


Online seit: 15.02.2012 | Themenbereich: Gartenbau
Der Winterschnitt

Vom Apfelbaum bis zur Barbarazweige

Zu Beginn des Spätwinters, etwa ab Ende Januar, können die robustesten Gehölze wie Apfel, Birne und Hainbuche geschnitten werden, allerdings nur an frostfreien Tagen, bei Frost splittert das Holz zu leicht. Bei allen anderen Gehölzen sollte man noch warten, bis die heftigsten Frostperioden vorüber sind. In rauen Gegenden kann es sein, dass man bis Mitte März warten muss. Wichtige Hinweise zum Schnittzeitpunkt für die unterschiedlichen Gehölze, zu den zahlreichen Schnittformen sowie zu geeigneten Schnittwerkzeugen finden Sie im Vorfrühling hier:

Der Winterschnitt darf im Spätherbst starten und sollte im Frühjahr enden. Dies bedeutet ca. November bis März. Hierfür gibt es allerdings eine Grenze, denn ist es kälter als -6° kann der Frost die Gehölze sehr schädigen. Schädlich ist es ebenfalls, wenn es über mehrere Tage -4° hat. Bei Temperaturen um die -1°  muss man sich keine Sorgen machen.

Am 4. Dezember, dem Tag der Heiligen Barbara, werden traditionell die sogenannten Barbarazweige geschnitten. In der Vase aufgestellt, bringen sie um Weihnachten mit Blüten und frischem Grün den ersten Frühlingshauch ins Haus. Dieser Brauch ist seit dem 13. Jahrhundert bekannt und soll Vorläufer des Weihnachtsbaums sein. Das Aufblühen der Zweige soll außerdem Glück für das kommende Jahr bringen. Als Barbarazweige eignen sich beispielsweise Apfel, Forsythie, Haselnuss, Kirsche, Pflaume und Zierkirsche.


© bauwohnwelt.at
Redaktion Bauwohnwelt