Gartenpflege im Winter IMMO

Der Winter ist im Garten nicht gerade die aktivste Jahreszeit. Die meisten Pflanzen legen eine Ruhepause ein. Gestaltungsmöglichkeiten gibt es genug und einige Arbeiten stehen auch im Winter an. www.bauwohnwelt.at/ hat einige Tipps zusammengetragen, die Sie im winterlichen Garten beachten sollten.


Online seit: 16.07.2012 | Themenbereich: Terrasse & Balkon
Gartenpflege im Winter IMMO

Pflanzen im Winter richtig Pflegen

Immergrüne Pflanzen im Kübel müssen Sie auch im Winter gießen, sofern kein Frost herrscht. Viele Pflanzen erfrieren im Winter nicht, sie vertrocknen. Schutz vor austrocknendem Wind ist daher auch zu empfehlen. Üblicherweise ist die Niederschlagsmenge im Winter für den Garten ausreichend, zudem können die Pflanzen über ihre Wurzeln auch an Wasser aus tieferen Schichten kommen. In warmen, trockenen Perioden sollten Sie aber auch die Gartenerde auf Feuchtigkeit überprüfen. Hat es sehr viel geschneit, sollten Sie die Gewächse außerdem von der ärgsten Schneelast befreien, damit sie davon nicht zu Boden gedrückt werden oder Zweige und Äste abbrechen.

Viele Sträucher vertragen durchaus einen kräftigen Schnitt und treiben dann dafür umso stärker aus. Meist ist es gut, einen Zeitpunkt früh im Jahr zu wählen, bevor die Pflanzen wieder voll im Saft stehen. Kernobst wie Äpfel und Birnen zum Beispiel sollten Sie allerdings nicht bei Frost schneiden. Das Frühjahr ist neben dem Herbst die beste Pflanzzeit. Sie können ja im Winter in der gemütlichen Stube überlegen, welche Gewächse noch in Ihren Garten passen würden.

Zwar ruhen die Pflanzen, die Vögel allerdings freuen sich über Futter. Es bietet sich an, das Vogelhäuschen so zu platzieren, dass sie es von einem Fenster Ihres Hauses aus beobachten können. So herrscht auch im Winter Leben im Garten. Entscheiden Sie sich dazu, die Vögel zu füttern, sollten Sie dies auch regelmäßig tun. Außerdem sollte die Futterstelle vor Katzen sicher sein. Ist das Vogelhäuschen auf einem Pflock angebracht, kann man diesen zum Beispiel mit einem glatten Hartplastikrohr verkleiden. Daran können Katzen nicht hochklettern.

Wollen Sie, dass ein Igel oder andere Kleintiere bei Ihnen im Garten überwintern, sollten Sie im Herbst an einer geschützten Stelle aufgehäuftes Laub sowie Strauch- oder Baumschnitt als Unterschlupf anbieten.

Wer die Gartenarbeit im Winter vermisst, der kann sich beispielsweise auch dekorativen Aspekten widmen. Lichterketten lassen den Garten in den langen Winternächten erstrahlen und sind nicht nur für die Weihnachtszeit geeignet. Achten Sie darauf, dass diese wirklich für die Verwendung im Freien geeignet sind, sonst ist die Freude an der Lichterpracht möglicherweise schnell vorbei. Die Zuckerhutfichte ähnelt in ihrer Form einem Weihnachtsbaum, behält diese Form ohne Schnitt bei und kann so schön mit einer Lichterkette dekoriert werden.

Im Winter stehen also kaum zeitintensive Tätigkeiten im Garten an. Dafür bleibt Zeit, in Gartenbüchern zu schmökern, Neues zu entdecken, mit Vorfreude Pläne für die nächste Gartensaison zu schmieden und diese im Frühjahr voller Elan umzusetzen. Sie können sich natürlich auch verstärkt Ihren Zimmerpflanzen widmen. Für viele ist das knappe Angebot an Tageslicht und die trockene Heizungsluft eine Herausforderung. Auch einige Kräuter, so etwa das Basilikum, haben am Fensterbrett schwer mit dem Lichtmangel zu kämpfen.

Zudem gibt es einige Pflanzen, die im Winter blühen. Wenn sonst alles trist und grau ist, ist das eine besondere Freude. Die Schneerose zum Beispiel gehört, wie der Name schon vermuten lässt, zu diesen Gewächsen. Weitere Beispiele sind die Zaubernuss, die schon ab Ende Dezember und mitunter bis in den März hinein mit dunkelgelben bis roten Blüten erfreut, der kräftig gelb-blühende Winterjasmin, die Winterheide (rosa) und der Schneeball, der strahlen-weiß blüht. Diese Sträucher sind die Attraktion im winterlichen Garten.

Manche Sträucher halten außerdem lange ihre oft intensiv-roten Beeren, die im winterlichen Garten eine willkommene farbige Abwechslung sind. Zum Beispiel findet die Stechpalme bei uns immer größere Verbreitung (manche Sorten sind allerdings giftig).


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Redaktion Bauwohnwelt