Strandfeeling für daheim IMMO

Strandkörbe stehen wie kein anderes Möbel für Sommer, Sonne, Strand und Meer und auch fernab von diesen verbreiten sie Urlaubsfeeling, laden zum gemütlichen und entspannten Schwelgen in liebgewonnenen Ferienerinnerungen und zum Träumen ein.


Online seit: 16.07.2012 | Themenbereich: Terrasse & Balkon
Strandfeeling für daheim IMMO

Mit dem Strandkorb das Meer zu sich nach Hause holen

An den Stränden der Nord- und Ostsee sind sie längst zum Kult-Objekt geworden und bieten dort Schutz vor Wind, Sonne, Sand und Regen: Die Strandkörbe. Meist für zwei Menschen konstruiert und aus Korbgeflecht gefertigt, sind sie auch im Garten oder auf der Terrasse äußerst gemütlich und bringen ein wenig Urlaubsfeeling nach Hause.

Wilhelm Bartelmann gilt als Erfinder der schutzbringenden Korbkonstruktion. Eine ältere Dame mit einem Rheumaleiden soll ins Geschäft des Korbmachers in Rostock gekommen sein, und um Anfertigung einer Sitzgelegenheit, die sie vor zu viel Wind schützen würde, gebeten haben. Denn trotz ihrer Krankheit wollte sie nicht auf den Aufenthalt am Meer verzichten. Das war im Frühling des Jahres 1982 und schon bald darauf wurde der erste Strandkorb – damals Strandstuhl genannt – am Strand von Warnemünde aufgestellt.

Zwar gab es Spötter, die über die Sitzgelegenheit als aufrecht stehenden Wäschekorb witzelten, die Zahl jener, die begeistert von der Konstruktion waren, war allerdings größer. Und da bekanntlich die Nachfrage das Angebot bestimmt, fertigte Bartelmann weitere Strandkörbe. Im darauf folgenden Jahr entstanden bereits Modelle für zwei Personen und Elisabeth, die Frau des Unternehmers, gründete die erste Strandkorbvermietung. Anfang des 20. Jahrhunderts gehörten die Strandmöbel bereits zum gewohnten Bild an vielen Stränden der Nord- und Ostsee.

Ein Patent hatte Bartelmann nicht angemeldet und daher stiegen auch zahlreiche andere Hersteller in die Produktion ein. Mit der Zeit wurden die Modelle komplexer und komfortabler, bekamen Armlehnen, Tischchen, Fußstützen, Aufbewahrungsfächer und verstellbare Rückenlehnen, die auch ein halb liegendes und damit noch entspannteres Verweilen ermöglichten.

Luxus-Ausstattungen beinhalten heute zum Beispiel ein Kühlfach, Fenster, Beleuchtung, ein integriertes Radio, ein infrarot Heizstrahler oder eine Gasdruckfeder, mit der Sie die Liegeposition mühelos und stufenlos verstellen können um sich dann genüsslich dem Nichtstun hinzugeben.

Natürlich sind auch die Polsterung und deren Stoffbezug frei wählbar. Außerdem können die Strandkörbe aus Kunststoff, der widerstandsfähiger und haltbarer ist, oder aus Naturkorbgeflecht, das schöner aussieht und eine angenehmere Atmosphäre verbreitet, gefertigt werden. Dem Urlaubsfeeling für daheim sind kaum Grenzen gesetzt. Klarerweise gibt es deutliche Unterschiede im Preis.

An der Form ist übrigens die Herkunft zu erkennen: Die kantige und eckige Form steht für die Nordsee. An der Ostsee sind die Strandkörbe runder und weicher geschwungen.

Die Strandkörber erfreuen sich nach wie vor einer großen Anhängerschaft und werden auch heute noch von Hand geflochten. Längst trifft man diese Möbel nicht mehr nur an windigen Stränden an, sondern in privaten wie öffentlichen Gärten, auf Terrassen oder in gemütlichen Cafés, in Hotels und an anderen Orten auf der ganzen Welt, an denen man sie eigentlich nicht vermuten würde.

Sie verbreiten Urlaubsgefühl, wie es wohl kein anderes Möbel vermag, werden sie doch unweigerlich mit Sommer und Meer assoziiert und bringen diese – zumindest in Gedanken – zu uns nach Hause.

Die Schutzfunktion, die eigentlich ja gegen die raue Witterung gedacht war, schirmt ein wenig von der Außenwelt und unliebsamen Blicken ab und macht den Strandkorb somit auch zum idealen Rückzugsort.


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Redaktion Bauwohnwelt