Immobilien richtig inszenieren IMMO

Hinter dem englischen Begriff „Home Staging“ verbirgt sich eine verkaufsfördernde Maßnahme für private Immobilien. Dadurch, so die Experten, können eine Wohnung oder ein Haus deutlich schneller und zu einem höheren Preis verkauft werden.


Online seit: 16.07.2012 | Themenbereich: Immobilien
Immobilien richtig inszenieren IMMO

Mit Home Staging den Verkaufsvorgang beschleunigen

Mittels Home Staging wird eine Immobilie ins richtige Licht gerückt und optimal für den Verkauf präsentiert. Bei diesem Ansatz kommt die Verkaufspsychologie ins Spiel. Eine Immobilie kann noch so hübsch eingerichtet sein, sie trägt immer die Handschrift des Bewohners und diese kann deutlich vom Geschmack und den Wünschen eines potentiellen Käufers abweichen.

Beim Wunsch eine Immobilie zu verkaufen, kann das zum Problem werden, denn die Wahrnehmung lässt sich nicht so leicht austricksen. Nur zwei von zehn Menschen können sich Räume mit einer anderen als der vorhandenen Einrichtung vorstellen. Zu viele persönliche Dinge wirken möglicherweise abschreckend. Wer eine Immobilie kauft, will sich darin seine persönliche Zukunft ausmalen können und nicht das vergangene Leben einer fremden Person sehen.

Es mag sein, dass der neue Besitzer nach dem Kauf ohnehin alles umkrempelt und nach seinem Geschmack neu gestaltet. Das ist sein gutes Recht. Aus diesem Grund schon vorab nichts mehr in die zum Verkauf stehende Immobilie investieren zu wollen, ist oftmals der falsche Ansatz. Wer als Verkäufer hier knausert, verschenkt unter Umständen viel Geld.

Home Staging schafft ein professionelles Klima für den Verkauf. „Das individuelle Wohnambiente des Verkäufers wird so adaptiert, dass sich die Mehrheit der Kaufinteressenten angesprochen fühlen und eine Immobilie bis zu doppelt so schnell einen Käufer findet, sowie einen bis zu zehn Prozent höheren Verkaufspreis erzielt“, erläutert die Deutsche Gesellschaft für Home Staging und Redesign. Auf der Homepage (www.dghr-info.de) des Vereines finden sich auch Anbieter sowie zahlreiche Bilder, die eindrücklich untermalen, wie diese Methode funktioniert. Immobilien sind sehr teure Objekte, die dennoch oft nicht optimal präsentiert werden, stellen die Experten immer wieder fest.

Home Staging kommt ursprünglich aus den USA und etablierte sich dort als Methode zur Verkaufsförderung in den 1980er Jahren. Es geht um Harmonie, um Farben, um Geometrie und natürlich um Ästhetik. Das Objekt soll zielgruppenorientiert und möglichst ansprechend gezeigt werden.

Wie so oft zählt auch bei der Präsentation der Immobilie der erste Eindruck. Und für diesen gibt es bekanntlich keine zweite Chance. Ein wenig Make-up kann also nicht schaden, um das Potential des trauten Heimes bestmöglich zu präsentieren.

Für Verkäufer, die gerne selbst die Ärmel hochkrempeln, hier einige Tipps: Zeigen Sie die Immobile neutral, entpersonalisieren Sie; so kann sich ein potentieller Käufer seine Zukunft in den Räumen leichter vorstellen. Sehen Sie das zu verkaufende Haus nicht mehr als Ihr Zuhause, sondern als Verkaufsobjekt, dann wird Ihnen das Entrümpeln vielleicht etwas leichter fallen. Schaffen Sie Platz, reinigen, reparieren und streichen Sie. Gute Beleuchtung sowie ansprechende Farben und Stoffe sind ebenfalls wesentlich.

Wer sich die Zeit für dieses Facelifting nicht nehmen will oder kein Händchen für gestalterische Dinge hat, der kann diese Arbeit natürlich getrost Profis überlassen. Diese können z. B. auch Leihmöbel zur Verfügung stellen.


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Redaktion Bauwohnwelt