Sicher duschen, sicher baden

Rund 250.000 Bürger verletzen sich pro Jahr durch einen Unfall im Badezimmer. Ausrutschen in Dusche und Badewanne oder auf glatten, feuchten Fliesen zählen zu den häufigsten Unfallarten.

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Online seit: 14.02.2012 | Themenbereich: Bad & Wellness
Sicher duschen, sicher baden
Dusche

250.000 Unfälle im Bad pro Jahr – DSH-Tipps gegen Ausrutschen und Stolpern

Rund 250.000 Bundesbürger verletzen sich pro Jahr durch einen Unfall im Badezimmer. Ausrutschen in Dusche und Badewanne oder auf glatten, feuchten Fliesen zählen zu den häufigsten Unfallarten. Prellungen und Knochenbrüche, vor allem an Händen und Armen, sind oft die Folge.

„Die Ursachen für diese Unfälle lassen sich oft schon mit geringem Aufwand beheben“, sagt Susanne Woelk, Geschäftsführerin der Aktion DAS SICHERE HAUS (DSH), Hamburg. Wichtig sind zum Beispiel genügend Haltegriffe im gesamten Badezimmer, vor allem aber in der Dusche, entlang der Badewanne und neben der Toilette. Die Griffe sollten stabil mit Dübeln und Schrauben an der Wand befestigt sein, damit man sich auf ihnen gut abstützen kann. Handgriffe sollten zwischen drei und 4,5 Zentimeter Durchmesser haben.

Weitere Tipps der DSH:

  • Fußmatten, Vorleger und Teppiche im Bad sollten eine rutschfeste Unterseite haben oder mit Gummiunterlegern gesichert sein.
  • Auch Dusch- und Badewannen brauchen rutschfeste Böden, zum Beispiel rutschhemmende Matten oder Aufkleber. Dann hat man auch mit eingeseiften Füßen einen guten Halt.
  • Der Boden im Bad sollte fußwarm sein: Wer auf Zehenspitzen geht, weil die Füße kalt sind, bewegt sich unsicherer.
  • Auf Öl, Wasserlachen oder Resten von Shampoo oder Duschgel auf dem Fußboden kann man leicht ausrutschen. Sie sollten sofort weggewischt werden.
  • Gute Beleuchtung ist auch im Bad wichtig. Während die Allgemeinbeleuchtung das Badezimmer in gleichmäßige Helligkeit taucht, erleichtern Funktionsleuchten, zum Beispiel am Spiegel, spezielle Sehaufgaben. Diese Leuchten sollten weder blenden noch Schatten werfen.
Ein absolutes Muss für Haushalte mit Kindern und sehbehinderten Menschen sind Thermostat gesteuerte Armaturen mit Verbrühschutz. Diese Regler begrenzen die Temperatur des heißen Wassers auf einen gewünschten Höchstwert (ideal sind gut 50 Grad Celsius) und beugen so schweren Verbrennungen vor.


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Redaktion Bauwohnwelt