Unsere Gartentipps im Jänner - Teil 2

Gerade in milden Wintern, wie wir sie immer häufiger erleben, erwacht der Garten oft schon Ende Januar wieder zum Leben. Mit unseren monatlichen Gartentipps starten die Pflanzen im Ziergarten perfekt in die neue Saison.

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Online seit: 14.01.2015 | Themenbereich: Innenausbau
Unsere Gartentipps im Jänner - Teil 2

Hecken vor Salz schützen
Wächst Ihre Hecke entlang einer Straße oder eines Weges, der mit Streusalz behandelt wird? Das kann Schäden an der Hecke verursachen. Die Gegenmaßnahme: Zur Straße hin einen Wall aufschütten und diesen mit salzverträglichen Gehölzen bestücken.

Hartriegel schneiden
Die einjährigen Triebe des Sibirischen Hartriegels färben sich besonders intensiv rot. Für einen frühen, kräftigen Neuaustrieb sollten Sie die alten Äste schon Ende Januar bodennah entfernen.

Fichten nach Sitkafichtenläusen absuchen
Die Sitkafichtenlaus ist auch im Winter aktiv und kann verschiedene Fichtenarten, so stark schädigen, dass diese absterben. Mit der sogenannten Klopfprobe können Sie einen Befall feststellen: Halten Sie ein weißes Blatt Papier unter einen Ast und schütteln Sie ihn kräftig durch. 

Wenn sich anschließend auf dem Papier einige wenige Millimeter große Blattläuse mit auffallend roten Augen wiederfinden, sollten Sie die befallene Pflanze gründlich mit einem umweltverträglichen Rapsöl-Präparat wie beispielsweise Schädlingsfrei Naturen einsprühen.

Wohin mit dem Christbaum?
Nach Neujahr stapeln sich bereits die ersten Christbäume zur Abholung auf den Gehwegen.
Anstatt den Weihnachtsbaum von der Gemeinde abholen zu lassen oder ihn zum Parkplatz eines großen schwedischen Möbelherstellers zu fahren, können Sie den Baum auch wiederverwenden, zum Beispiel klein geschnitten als Reisig, um damit Rosen vor Frostrissen oder empfindliche Stauden vor Kälte zu schützen. Im Zoo freuen sich Elefanten, Hirsche, Antilopen und Alpakas über die überzähligen Weihnachtsbäume, die einige Händler dem Zoo spenden. Private Spenden sind aufgrund von Lametta-Resten und Befestigungs-Drähten, an denen sich die Tiere verletzen können, in vielen Zoos nicht erwünscht.

Muskelkraft statt Streusalz
Wenn der Weg zum Kompost oder zur Garage zugeschneit ist, bleibt nur noch der Griff zur Schaufel oder zum Schneeschieber. Streusalz kommt im Garten nicht infrage. Es schadet den Bodenlebewesen und kann unter anderem bei Sträuchern, Hecken und Bäumen zu Trockenschäden führen – trotz ausreichender Niederschläge. Sichtbar werden diese meist erst im Frühjahr. Die Rutschgefahr geräumter Wege lässt sich durch Granulate wie Splitt, Sand und Kies verringern.

Kaltkeimer aussäen
Einige Staudensamen müssen erst eine Kältephase durchmachen, bevor sie keimen. Dazu gehören Astilbe, Christrose , Eisenhut und Trollblume. Säen Sie die Samen jetzt in Aussaaterde und stellen Sie die Schalen zum Vorquellen an einen hellen, warmen Platz (15–18 °C). Nach zwei bis vier Wochen gräbt man die Gefäße an einem schattigen, windstillen Plätzchen im Garten 15 Zentimeter tief ein. Im Frühjahr beginnen die Samen dann zu keimen.

Brüchige Sträucher stützen
Auch sommergrüne Sträucher mit sehr sprödem Holz wie beispielsweise die Strauch-Pfingstrosen sind in schneereichen Wintern bruchgefährdet. Sie können die Sträucher leicht schützen, indem Sie die gesamte Krone mit einem dünnen Bindfaden locker zusammenbinden. So stützen die einzelnen Äste sich gegenseitig ab.

Rasen nicht regelmäßig betreten
Bei starkem Frost gefriert auch das Wasser in den Blattzellen der Rasengräser. Trittspuren sind oft bis zum Frühling sichtbar, weil die spröden Blätter und Halme sich nicht wieder aufrichten, sondern abknicken und vergilben. Auch der Boden ist im Winter feuchter und verdichtet sich leichter. Deshalb sollten Sie Rasenflächen bei Winternässe und Frost so wenig wie möglich betreten.

Pflanzenschutzmittel frostfrei lagern
Viele flüssige Pflanzenschutzmittel dürfen nicht einfrieren, weil sie sich sonst entmischen können und unbrauchbar werden. Lagern Sie die Präparate daher am besten in einem kühlen, aber frostfreien Kellerraum. Pulverförmige Konzentrate sollten Sie bei möglichst niedriger Luftfeuchtigkeit aufbewahren, zum Beispiel im Heizungsraum.

Brennholz richtig lagern
Legen Sie rechtzeitig Brennholzvorräte an, aus denen Sie sich im Winter bequem bedienen können Spalten lässt sich Holz am besten, solange es noch feucht ist. Das Sägen der Scheite auf die richtige Länge funktioniert dagegen bei trockenem Holz besser. Die Stücke sollten etwa gleich lang sein, dann ist es später beim Stapeln einfacher. Prüfen Sie zuvor, wie groß die Scheite sein müssen, damit sie bequem in Ihren Ofen passen. 

Fertig verarbeitetes Holz kann schon nach einem Jahr verfeuert werden, eine trockene Lagerung vorausgesetzt. Es lohnt sich übrigens, immer einen kleinen Vorrat im Haus zu haben. Aufgrund der Raumtemperatur trocknen die Holzscheite oberflächlich ab, lassen sich besser entfachen und es geht keine unnötige Energie verloren.

Dahlien vermehren
Um Dahlien-Stecklinge zu bekommen, muss man die Knollen jetzt aus dem Keller holen und in einen mit frischer Erde befüllten Topf auf der zugluftfreien Fensterbank setzen. Achtung: den Stängelhals nicht mit Erde bedecken, da sich nach circa drei Wochen aus ihm neue Triebe bilden. Sind diese mindestens 3 cm lang, kann man sie abzupfen und dann bis auf das oberste Blattpaar alle Blätter entfernen. 

Im Anschluss die Stecklinge in Wurzelfix tupfen und in Töpfe mit frischer Anzuchterde stecken. Danach mit Folie (z. B. Gefrierbeutel) ab- decken. In den nächsten zwei Wochen regelmäßig lüften und gießen. Danach in einen größeren Topf setzen. Vor dem Auspflanzen (ab Mai) langsam an die Außentemperaturen gewöhnen.

Nistkästen aufhängen
In milden Wintern sind die Gartenvögel schon recht früh auf Wohnungssuche. Hängen Sie deshalb spätestens im Januar neue Nistkästen auf. Ein stabiler, mit einem Stück Gartenschlauch ummantelter Metalldraht ist der optimale Aufhänger: Er schneidet nicht in die Baumrinde ein und Sie können auf einen Nagel verzichten. Das Einflugloch sollte Richtung Osten weisen, denn so ist es am besten vor eindringendem Regen geschützt.


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