Die positive Wirkung der Wohnbauförderung

Wohnbauförderungs-Darlehen mit Zinssätzen unter dem Marktniveau, Annuitätenzuschüsse und Wohnbeihilfen - gäbe es all das nicht, müssten die Haushalte pro Jahr 2.5 Millionen Euro mehr für ihre Wohnungen ausgeben.


Online seit: 12.05.2016 | Themenbereich: Neubau
Die positive Wirkung der Wohnbauförderung

Es ist bemerkenswert, dass dieses sehr starke Engagement der öffentlichen Hand überwiegend positive Wirkungen entfaltet.

Neben dem Volumen und der Kontinuität des Neubaus betrifft die positive Performance gleichermaßen die Leistungsfähigkeit der Bauwirtschaft mit Baupreisen, die langfristig kaum über der Inflationsrate steigen, die Qualität der Wohnversorgung der Österreicher und ihre Wohnkostenbelastung, die deutlich unter dem EU-Durchschnitt liegt.

Besonders hervorzuheben ist, dass dies mit einem öffentlichen Aufwand erreicht wird, der mit etwa 0,8 Prozent des Brutto-Inlandsprodukts unter dem EU-Durchschnitt liegt. Es scheint, dass die Wohnbauförderung weniger marktverzerrend als marktregulierend wirkt und dadurch zur Effektivität der Bau- und Wohnungswirtschaft beiträgt. Im Vergleich zum Wohnungsneubau dümpelt die Wohnungssanierung in Österreich mit einem Anteil von nur knapp 16 Prozent der gesamten Bauproduktion vor sich hin.

Der Euroconstruct-Durchschnitt liegt demgegenüber bei knapp 28 Prozent. 

In Ländern wie Dänemark, Italien und Deutschland entfallen rund 40 Prozent der Bauproduktion auf die Wohnungssanierung. Die Rate umfassender thermischer Sanierungen stagniert trotz des großen Engagements von Ländern und Bund bei unter ein Prozent pro Jahr. Für den ausbleibenden Erfolg bei der Wohnhaussanierung fehlen bislang die Erklärungen. Der Tiefbau schlussendlich zeigt seit Jahren eine unauffällige Entwicklung mit geringen Veränderungen beim Produktionswert und einem Anteil an der gesamten Bauproduktion nur leicht unter dem europäischen Durchschnitt.


Zahlreiche Wohnbau-Initiativen

Die großen Erfolge der jüngeren Vergangenheit bei der Forcierung des Wohnungsneubaus sind maßgeblich auf den Schulterschluss von Bauwirtschaft, Gewerkschaft und Forschung in der Nachhaltigkeitsinitiative Umwelt + Bauen zurückzuführen.

Dadurch ist es gelungen, dass leistbares Wohnen zu einem politischen Top-Thema geworden ist. Seit dem letzten Nationalratswahlkampf haben sich die politischen Initiativen wechselseitig getoppt, angefangen von der Wohnbauoffensive des Bundes mit 180 Millionen Euro frischem Geld für den Wohnungsneubau, über die Ankündigung von BIG und ARE zum Neubau von 10.000 Wohnungen in den Ballungsräumen, die Ankündigung der Stadt Wien, den kommunalen Wohnbau wieder aufzunehmen, bis zur neuesten Initiative des Bundes, mit einer Haftungsübernahme für einen EIB-Kredit über 500 Millionen Euro den Bau von zusätzlich 30.000 Wohnungen zu ermöglichen.


Profitieren Sie von den verschiedenen Fördermöglichkeiten, die jeder österreichische Staatsbürger oder auch jeder EU-Bürger, der Eigentümer oder Miteigentümer einer Liegenschaft ist, beantragen kann.

In unserer Förderdatenbank auf Bauwohnwelt finden Sie ein Auswahl der wichtigsten Fördermöglichkeiten in Ihrem Bundesland.

 

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Redaktion Bauwohnwelt