Die Sprache der Farben

Die Welt wird immer bunter, auch im Kleinen. Die Zeiten, in denen bloß Vorhänge für Farbkleckse in den eigenen vier Wänden sorgten, sind vorbei. Farben schaffen Atmosphäre - und verraten viel über die Bewohner.


Online seit: 01.08.2016 | Themenbereich: Zimmer, Küche, Kabinett
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Die Sprache der Farben

Wände, Fliesen, Sofas, Sessel, Küchenfronten, Geschirr und vieles andere leuchtet mittlerweile quietschbunt. Und sie schaffen damit eine bestimmte Atmosphäre beziehungsweise sprechen sie eine eigene Sprache: Helle Farben vermitteln beispielsweise Offenheit und Weite, dunkle Farben werden eingesetzt, um Räume kleiner, aber auch behaglicher wirken zu lassen.

Ein dunkler nach Norden gelegener Raum bekommt durch helles sonnige Farben also eine andere Raumwirkung als durch kühle und dunklere Töne. Warme Farbtöne wiederum beleben, kalte beruhigen. Kein Wunder, dass Farben daher physiologische und psychologische Prozesse wie Atmung, Blutdruck, Aufmerksamkeit oder Emotionen beeinflussen.

Somit kommt der Wahl der Farben – und der jeweiligen Nuancen - bei der Einrichtung enorme Bedeutung zu.

Rot: Gilt als Farbe der Liebe, des Feuers und der Aggression und wirkt anregend sowie appetitfördernd. Wegen ihrer wohltuenden und wärmenden Wirkung wird sie z.B. als Infrarotstrahlung zu Heilzwecken eingesetzt. Bei der Raumgestaltung sollte Rot daher wohl dosiert eingesetzt werden.

Rosa: Die gemäßigte Variante von Rot wird von vielen als ideale Farbe für das Schlafzimmer angesehen, schwächt es doch Aggressionen ab.

Gelb: Bei Gelb denkt man an Sonne, Wärme, Licht. Die Farbe belebt den Geist, fördert die Konzentration und schafft ein Klima des Wohlbehagens. Werden die Decken gelb gestrichen, wirken Räume größer.

Orange: Wie Rot und Gelb zählt auch Orange zu den warmen Farben. Es symbolisiert Optimismus und Lebensfreude, wirkt aufbauend, kräftigend und positiv. Orange fördert auch den Appetit und die Verdauung – kein Wunder, dass es als ideal für Küche und Esszimmer gilt.

Blau: Diese Farbe gehört wie auch Grün zu den kalten Farben.  Blau beruhigt und entspannt, Stress und Hektik werden reduziert. Doch Vorsicht: zu viel Blau lässt Räume kalt, ungemütlich und unpersönlich wirken.

Grün:  Grün symbolisiert die Fruchtbarkeit und den Frieden, die Natur und die Unsterblichkeit. Grün wirkt beruhigend und harmonisierend zugleich und regt die Kreativität an. Es kommt daher häufig in Wohn- und Arbeitsräumen zum Einsatz.

Weiß: Diese Farbe symbolisiert vieles - von Licht und Glaube über das Gute, Sauberkeit und Unschuld bis zu Wahrheit, Neutralität und Klugheit. Weiße Räume wirken größer, heller und freundlicher.

 

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Redaktion Bauwohnwelt

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