Urlaubszeit ist Einbruchszeit

Vor Antritt der Urlaubsreise gilt es, einige Präventionstipps zu beachten, damit unliebsame Überraschungen nach der Heimkehr ausbleiben.

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Online seit: 17.05.2013 | Themenbereich: Tipps & Tricks
Urlaubszeit ist Einbruchszeit

So schützen Sie sich am besten vor unliebsamem Besuch.

Für viele Familien endet auch heuer wieder ein erholsamer Urlaub im ausgeräumten Haus: Einbrecher haben während der Abwesenheit die Wohnung heimgesucht, Kästen und Laden sind verwüstet, Geld und Schmuck fehlen – Urlaubszeit ist Einbruchszeit. In den kommenden Wochen werden vor allem wieder organisierte Banden die urlaubsbedingte Abwesenheit von Haus- oder Wohnungsbesitzern ausnützen. Damit es aber erst gar nicht soweit kommt, sollten – abseits von Alarmanlagen und Spezialtüren – zunächst einmal ganz grundlegende Tipps beachtet werden.

Viele Hausbesitzer machen es Kriminellen nämlich ungewollt sehr leicht, in ihr Haus zu gelangen. Denn eines ist für Kripo-Experten klar: Beim Großteil der Täter handelt es sich nicht um Profis, die mit Spezialwerkzeug anrücken. Sie kommen in der Regel nur mit wenigen Arbeitsgeräten wie Schraubenziehern oder einem Brecheisen. Allerdings haben sie einen geübten Blick dafür, wo sie leicht und ohne großes Aufsehen zuschlagen können.

Daher gilt es, sich vor Antritt der Urlaubsreise einige Gedanken zur Sicherung seines Hauses zu machen.
  • Gartenmöbel oder Leitern, die Einbrechern als Aufstiegshilfe dienen könnten, aus dem Garten entfernen.
  • Nachbarn bitten, regelmäßig den Briefkasten zu leeren und die Jalousien zu öffnen. Das lässt die Wohnung benützt erscheinen. Werbematerial und Postwurfsendungen an der Eingangstür, überquellende Briefkästen und über mehrere Tage heruntergelassene Rollos deuten meist auf eine Abwesenheit der Wohnungs- oder Hausbesitzer hin.
  • Kleinere Lichtquellen im Wohnzimmer (etwa Steh- oder Tischlampe) mit einer Zeitschaltuhr koppeln und den Raum damit zu einer bestimmten Zeit beleuchten. Durch das Licht wird Anwesenheit signalisiert.
  • Haus- oder Wohnungsschlüssel nie unter die Fußmatte oder in einen Blumentopf vor der Haustür legen.
  • Auch bei kürzerer Abwesenheit nie Fenster oder Balkontüren gekippt lassen.
  • Schmuck, Bargeld oder Sparbücher in einem – falls vorhandenen – Tresor in der Wohnung deponieren, ansonsten in einem Bankschließfach oder bei Verwandten aufbewahren.
  • Die Abwesenheit nicht über soziale Netzwerke (wie Facebook, Twitter) kommunizieren. Ebenso nicht den Anrufbeantworter des Festnetztelefons mit einer Abwesenheitsnachricht besprechen.
  • Für Polizei und Versicherungen ist es hilfreich, wenn im Falle des Falles Fotos von Wertgegenständen vorhanden sind. Zudem sollte in einer Haushaltsversicherung nicht nur Diebstahl, sondern auch Vandalismus beim Einbruch gedeckt sein.

Im Fachhandel, aber auch in Baumärkten gibt es eine verwirrende Auswahl an
Sicherheitsschlössern, Sicherheitstüren und Alarmanlagen. Ein kostenloses Gespräch beim Kriminalpolizeilichen Beratungsdienst der Polizei gibt einen ersten Überblick, welches System für welche Art von Wohnung oder Haus am ehesten geeignet ist oder fragen Sie proNACHBAR. Die polizeilichen Berater sind ausgebildete Kriminalbeamte, die produktunabhängig informieren und kein Verkaufsinteresse haben. Kriminalpolizeiliche Beratungsstellen gibt es in jeder Landespolizeidirektion. In Wien z.B. in der Andreasgasse 4, 1070 Wien oder bei der Präventionshotline, Telefon 0800 21 63 46. Weitere Informationen: www.polizei.gv.at oder www.pronachbar.at 

Klaus Stöger / proNACHBAR

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