So haben Sie länger Freude an Ihrem Christbaum

Wirft Ihr Baum schon vor dem Fest die Nadeln ab? Zwar können Sie das lästige Nadeln Ihres Baumes nicht verhindern, aber deutlich hinauszögern. Hier einige Tipps zum Kauf und Pflege des Christbaums.

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Online seit: 22.12.2014 | Themenbereich: Dekorieren
So haben Sie länger Freude an Ihrem Christbaum

Wann der beste zeitpunkt zum Christbaumkauf sein sollte, an dieser Frage scheiden sich die Geister. Viele schwören darauf, den Baum möglichst erst am Vormittag des 24. zu besorgen, wegen der angeblichen Frische. Dass Christbäume kurz vor Weihnachten noch einmal frisch für den Verkauf geschlagen werden, dass ist jedoch ein Irrtum. In Einzelfällen trifft das zu, doch viele Bäume werden schon Ende November, Anfang Dezember gefällt und zwischengelagert, das kann auch regionale Kulturen betreffen. Ob Sie den Baum nun am 6. 15. oder gar erst am 24. Dezember kaufen, spielt für die Haltbarkeit daher in vielen Fällen keine große Rolle.


Den Baum einfach selbst fällen
Wer in punkto Frische auf Nummer Sicher gehen will, der sollte seinen Baum selbst fällen. Unterm Strich gilt aber:: Kauft man den Baum zirka eine Woche vor Heiligabend, kann man damit in den meisten Fällen ganz gut leben. Denn einen Tag vor dem Fest ist mit etwas Pech nur noch die Restware zu haben. Wer sich einen wirklich prunkvollen Baum mit gleichmäßigem Astkleid wünscht, sollte sich schon jetzt emsig auf die Suche machen -  für echte Schnäppchenjäger sind "Restware" natürlich kein Problem. Manchmal versteckt sich auch hier noch einer wahrer Baumschatz.

Tipp: Bei der regionalen Forstverwaltung können Sie oft Tipps erhalten, wo Sie frische Weihnachtsbäume aus der Region bekommen - und an welchen Tagen diese verkauft werden


Christbaum im Topf kaufen
Natürlich kann man auch auf getopfte Bäume zurückgreifen, was aber nur sinnvoll ist, wenn Sie den Baum anschließend auch tatsächlich pflanzen möchten. Beachten Sie beim Kauf die Größe, denn Wurzelballen sind schwer.


Tipp: Frische Bäume haben glänzende Nadeln und riechen aromatisch-würzig. Trockene Nadeln sollten ein Ausschlusskriterium sein, denn dann hat der Baum seine besten Tage meist schon hinter sich.

Lagerung vor dem Aufstellen
Nach dem Kauf lagern Sie den Tannenbaum idealerweise auf der Terrasse oder dem Balkon: Zur Zwischenlagerung eignet sich ein kühler, schattiger, windgeschützter Ort. Wichtig: Der Baum sollte dabei in einem Eimer mit Wasser stehen und vom Transportnetz befreit sein.

Wer seinen Baum länger stehen lassen will, sollte ihn nicht sofort aus dem Freien ins Zimmer holen, sondern dem Baum eine Anpassungszeit in einem ungeheizten Raum gönnen, etwa Keller, Garage oder Dachboden. Kurz vor dem Aufstellen empfiehlt es sich, am Fuß des Baumes eine etwa 3 cm dicke Scheibe abzusägen: Dann sind die Leitungsbahnen wieder frisch geöffnet.

Immer frisches Wasser
Ein großer Baum verbraucht innerhalb von drei Tagen bis zu einem Liter Wasser darum am besten täglich nachgießen. Normales Leitungswasser langt völlig. Ein paar Löffel Zucker oder ein Blumenfrischhaltemittel schaden nicht, halten den Baum entgegen landläufiger Meinung aber auch nicht länger frisch. Wer sich noch mehr Mühe geben möchte, benetzt die Nadeln täglich mit einem Wasserzerstäuber. Regelmäßiges Lüften des Wohnzimmers trägt ebenfalls dazu bei, dass der Baum länger frisch bleibt. Stellen Sie den Baum nicht zu nah an Öfen und Heizungen auf, das beschleunigt die Austrocknung.


Nordmann-Tannen & Weiß-Tannen
Weit über 8 Millionen Christbäume stehen jährlich in österreichischen Stuben, Favorit ist die Nordmann-Tanne. Die große Mehrheit der Weihnachtsbäume wird in Monokulturen kultiviert: Sie werden mit Insektiziden behandelt, stark gedüngt und sind zum Teil sogar gentechnisch verändert. Wer es zu Weihnachten gut meint mit der Natur, lässt die Finger von weitgereisten Tannen, etwa aus Skandinavien, und kauft Bäume aus der Region. Weiß-Tannen sollten übrigens tabu sein, denn die stehen in Deutschland und Österreich auf der Roten Liste für gefährdete Arten.


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Redaktion Bauwohnwelt