Feng-Shui im Wohnzimmer

Jeder kennt die lieblichen Wasserspiele und typischen steinernen Formationen des asiatischen Gartens, die lebhafter Ausdruck einer überkommenen Weltanschauung sind. Wie schafft man es, das äußere Erscheinungsbild und seine wohltuende Wirkung nach innen zu transportieren, in den Bereich des persönlichen Erlebens?

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Online seit: 17.12.2014 | Themenbereich: Innenausstattung
Feng-Shui im Wohnzimmer

Bezaubernde Landschaften im Kleinen

Eine von vielen Möglichkeiten besteht darin, sich schlicht und einfach des verkleinerten Maßstabs zu bedienen. Gerade in den Metropolen Asiens ist der zur Verfügung stehende Raum oft rar gesät. Nicht von ungefähr ist die Heimat der Bonsai-Bäumchen dort angesiedelt, wo mitunter arger Platzmangel herrscht und die Seele vielleicht gerade deswegen nach unbegrenzter Weite sucht. 

Im Kleinformat lassen sich regelrechte Landschaften zaubern, die auch in der kleinsten Hütte unterzubringen sind und dem Streben nach Unbeschwertheit Ausdruck geben. Mit den klimatischen Bedingungen gibt es dabei kaum Schwierigkeiten, viele Gehölze, die auf dem entlegenen Kontinent gewachsen sind, gedeihen auch hierzulande gut. 

Natürlich muss auch die Umgebung stimmen. Wichtig bei der Einrichtung des Wohnzimmers nach den Prinzipien des Feng-Shui ist es, die positiven Energien zu bündeln. 

Detailliert stimmungsvolle Akzente setzen

Das kann auf die eine oder andere Art geschehen. Oft reicht ein winziges Detail schon dafür aus, das jedoch des nötigen Freiraums bedarf, um gebührend bewundert werden zu können. Eine filigrane Wanddekoration, ein Lampenschirm aus hauchdünnem Papier, das gekonnte Arrangement von kunstvoll Geballtem in einer es umgebenden Atmosphäre, die dessen Wirkung unterstreicht - es braucht im Grunde nicht viel, man muss nicht unbedingt die Generalstabskarte anlegen. 

Gründlicher ist es freilich, wenn man schon bei der Planung die Gesetze der Harmonie berücksichtigen kann. Dass die Sitzecke nicht von der Zugluft bei geöffneter Tür beeinträchtigt werden soll, versteht sich fast von selbst. Sie braucht Stabilität im Hintergrund und ein wenig Abgeschirmtes, damit sie jederzeit zum geeigneten Ort des Rückzugs werden kann. 

Dort sollen sich alle wohlfühlen können, die hier zu Hause sind und auch diejenigen, die ab und zu für gesellige Abwechslung sorgen. Ein hölzerner Fußbodenbelag strömt Wärme aus, er stellt sich der persönlichen Entfaltung selten in den Weg. Bei Teppichen ist da schon eher Vorsicht geboten. 

Highlights bändigen

Die Mitte des Raums sollten sie eher weniger betonen. In Randlagen können sie, sofern sie im verträglichen Rahmen bleiben, durchaus dem Miteinander förderlich sein. Helle, zarte Töne sind kräftigen und dunklen Farben immer vorzuziehen, sie betonen die Leichtigkeit und bilden ein aufmunterndes Gegengewicht zu der Erdverbundenheit, die mancher mit hereinbringt. 

Wer auf elektronisches Equipment nicht verzichten möchte, muss nur dafür Sorge tragen, es sicher und unangreifbar zu verstauen, sodass es nicht allzu leicht zum beherrschenden Lebensmittelpunkt wird. Zum Absorbieren störender Einflüsse empfehlen sich Aquarien oder Pflanzen, die einerseits durch ihren Duft betören, außerdem aber auch zu meditativen Überlegungen Anlass geben.

Spielerisch Erfahrung sammeln

Lassen Sie das Licht herein, spielen Sie damit wie auch mit Klangkörpern, die auf Anhieb kundtun, dass eine gewisse Unruhe überhand zu gewinnen droht. Wer sich buddhistische Weisheit im Ansatz zunutze machen möchte, muss sich eine Enklave schaffen, einen Ort der Ruhe inmitten einer von Stress und Hektik geprägten Welt. Die Aufgabe besteht darin, Nischen zu finden, besänftigende Kontrapunkte zu dem, was an den Nerven zehrt. 

Durch den passenden Ausgleich können die Energien wieder frei fließen, die lediglich zum Stillstand gekommen sind, um daraus aufs Neue erweckt zu werden. Feng-Shui ist im Grunde nichts anders als die Bewältigung stickiger Zustände und die Bekämpfung depressiver Stimmungen durch geeignete Maßnahmen. 

Geben Sie Ihrer Fantasie die Sporen, sammeln Sie Ihre eigenen Erfahrungen damit, was Ihnen und Ihren Lieben bekommt.


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Redaktion Bauwohnwelt