Gestaltungstipps für ein gemütliches Zuhause – Teil 1

Wie oft haben Sie sich schon vorgenommen, Ihre Wohnräume zu verändern oder neu einzurichten. Mit unserer Leserserie: Gestaltungstipps für ein gemütliches und stilvolles Zuhause, finden Sie sicherlich eine passende Idee.

(1 Bewertung)  
Online seit: 03.09.2014 | Themenbereich: Schlafen und Relaxen
Gestaltungstipps für ein gemütliches Zuhause – Teil 1

Wichtige Tipps für Ihr Wohnzimmer

Mit etwas Kreativität und Geschick können Sie Ihr Wohnzimmer völlig neu in Szene setzen – ganz unabhängig von der Raumgröße, aktuellen Trends und Budget. Hier ein paar wichtige Regeln, die Sie unbedingt beachten sollten:

Sitzgruppen
Eine Sitzgruppe bestehend aus Sofa und Sessel sollten Sie immer so arrangieren, dass alle Sitzenden einander zugewandt sitzen und mehr oder weniger ein Rechteck bilden. Bei der klassischen Anordnung stehen sich zwei Sofas direkt gegenüber. Das fördert die Kommunikation und wirkt harmonisch. Nachteil: Der Fernseher hat nur an den Stirnseiten Platz. Flexibler sind ein Sofa und ein oder mehrere Sessel, die bei Bedarf zum Fernseher ausgerichtet werden können. Diese Anordnung funktioniert natürlich auch mit einem Ecksofa oder einer Récamière.

Wohnstil
Wenn Sie einen bestimmten Stil zu konsequent durchziehen, könnte das auf Dauer langweilig wirken. Versuchen Sie bewusst, Stilbrüche in Ihre Einrichtung zu integrieren. So wirkt Ihr Wohnzimmer viel lebendiger. Derbes Holz lockert glatte Oberflächen auf, ein grafischer Teppich nimmt der klassischen Kommode ihre Strenge und eine Einrichtung in Weiß kann ein paar Farbakzente vertragen. 

Farben gezielt einsetzen
Machen Sie sich einen Überblick über die Farben in Ihrem Wohnzimmer. Am besten geht das mit Farbtableaus: Alle Farben des Raumes werden als Farbkacheln nebeneinander angeordnet. So sieht man, ob eine Farbe nicht zu den übrigen passt oder ob ein Farbton fehlt, der z.B. Wärme vermittelt.

Und so geht's: Ein Farbtableau setzt sich aus drei bis sechs Farbtönen zusammen. Blicken Sie sich in Ihrem Wohnzimmer um und versuchen Sie, die dominantesten Farben herauszufinden. Achten Sie auch auf Boden, Decken und Wände.

Ideal: wenn drei Töne einer Farbfamilie entstammen (Hauptfarbgruppe). Diese können Sie mit zwei anderen Farbtönen kombinieren (Nebenfarbgruppe) und mit einer Akzentfarbe (Kontrast) auflockern. Wie viele Farbtöne Sie letztendlich verwenden, ob Sie einen Kontrast setzen oder nicht, bleibt Geschmackssache. Probieren sie es einfach aus.

Dekoration
Versuchen Sie immer in Gruppen zu denken: Kerzenhalter sehen zu dritt oder zu fünft noch schöner aus. Gleiches gilt für Vasen, Teelichter und andere Deko-Objekte. Auch echte Solitäre wirken in der Gruppe, wenn sich der Rest zurücknimmt und ihm nicht die Show stiehlt.

Bilder niedriger hängen
Bilder hängen meistens zu hoch, weil sie im Stehen aufgehängt werden. Gerade im Wohnzimmer macht es Sinn, die Bilder so aufzuhängen, dass sie sich im Sitzen auf Augenhöhe befinden. Schließlich betrachten Sie Ihre Schätze die meiste Zeit aus dieser Position. Und wer will schon die ganze Zeit den Kopf nach oben recken.

Fernseher richtig positionieren
Das schont Augen und Nacken: Der Fernseher steht am besten mit der Rückseite oder seitlich zum Fenster. Der ideale Abstand zum Sofa beträgt bei Röhrengeräten etwa die fünf- bis sechsfache Bildhöhe, bei HD-Geräten etwa die drei- bis vierfache Bildhöhe. Idealerweise hat der Fernseher zum Fußboden einen Abstand von knapp einem Meter. Falls Sie ein Soundsystem besitzen, sollten die Lautsprecher mindestens 2,5 Meter vom Sitzenden entfernt und auf ihn ausgerichtet sein.

Beleuchtung
Lesen, fernsehen, spielen: Passen Sie auch die Beleuchtung den Aktivitäten im Wohnzimmer an. Wer gerne liest, stellt eine Leseleuchte neben den Sessel. Ein kleines Tischlicht auf Fensterbretthöhe sorgt für Hintergrundbeleuchtung beim Fernsehen. Und eine Hängeleuchte über dem Tisch bringt Licht für Spieleabende. Einen guten Rahmen bietet indirekte Hintergrundbeleuchtung. Der Trick: punktgenaues Licht für Aktivitäten und eine Beleuchtung auf drei Ebenen für die Atmosphäre.

Kombiräume
Oft wird ein Wohnzimmer in Kombination mit einem Essplatz oder einer Arbeitsecke genutzt. Dann gilt es, die einzelnen Bereiche optisch voneinander zu trennen. Mit unterschiedlichen Bodenbelägen wie Fliesen oder Teppichboden geben Sie dem Kombiraum Struktur. Er sieht aufgeräumt aus und wirkt dadurch ruhiger fürs Auge. 

Vorhänge
Vorhänge oder gar Gardinen waren lange Zeit "unschick". Wer schon raumhohe Fenster hatte, der wollte sie nicht zuhängen. Dabei machen Textilien am Fenster den ganzen Raum wohnlicher. Seien es schlichte Schiebevorhänge, Stoff-Rollos oder Stors - Stoffbahnen schlucken Schall und wirken wie ein Weichzeichner in coolen Interieurs.

Bewusstes Inszenieren
Liebgewonnene Erbstücke, Flohmarkt-Schnäppchen oder echte Designermöbel haben einen Ehrenplatz verdient. In unserem Beispiel: Stellen Sie das Lieblingsstück als Solitär mit genügend Abstand zur Umgebung auf. Gestalten Sie die Wand im Hintergrund mit einer anderen Farbe oder Tapete. Und - Spot an - setzen Sie Ihr Lieblingsstück mit der passenden Beleuchtung in Szene.


Bildquelle (c) shutterstock.com 


© bauwohnwelt.at
Redaktion Bauwohnwelt