Haushaltsroboter - Kleine Helfer im Alltag IMMO

Sie mähen den Rasen, sie saugen Staub, reinigen den Pool und wischen den Boden. Roboter als kleine Helfer im Haushalt sind heute nichts mehr Ungewöhnliches. Mitunter dienen sie auch als Haustierersatz und punkten durchaus mit Unterhaltungswert.


Online seit: 17.07.2012 | Themenbereich: Schlafen und Relaxen
Haushaltsroboter - Kleine Helfer im Alltag IMMO

Haushaltsroboter können das Leben in vielen Bereichen einfacher machen

Kennen Sie das? Ein Freund oder Bekannter hat eine neue technische Errungenschaft erstanden. Mobiltelefon, Tablet PC oder Flachbildfernseher mit den unmöglichsten Zusatzfunktionen werden sogleich ausprobiert, verglichen, diskutiert.

Die interessantesten Szenen spielen sich aber ab, wenn z. B. ein Staubsaugerroboter im Freundeskreis getestet wird. Die Menschengruppe stellt sich um das Ding auf, verfolgt es durch die ganze Wohnung, sieht ihm begeistert beim Staubsaugen zu und dabei, wie es eben nicht über die Stiege hinunterstürzt, auch wenn es noch so zielsicher die Kante angesteuert hatte.

Von einigen Ausnahmen abgesehen, hat es wohl selten so viel Begeisterung ausgelöst, einem Menschen beim Staubsaugen zuzusehen. Viel eher entbrennt ein Streit darüber, wer denn die lästige Hausarbeit erledigen soll.

Vorreiter und bekanntester Fertiger dieser Haushaltsroboter ist die Firma iRobot, die im Jahr 1990 von drei Mitarbeitern des Massachusetts Institute of Technology gegründet worden war. Sie wollten nach Wissenschaft und Industrie die Robotertechnologie auch für den Alltag der Menschen zugänglich machen und diesen durch Innovationen erleichtern.

Die Roboter des Unternehmens erforschten zuerst den Weltraum, entschärften Bomben, suchten nach Naturkatastrophen nach Überlebenden und vieles mehr. Neben Forschung, Arbeit für Regierung und Industrie kamen die Haushaltsroboter als kommerziell nutzbare Schiene hinzu. Der Staubsauger „Roomba“ wurde im Jahr 2002 eingeführt und bis heute mehr als 5 Mio. Mal verkauft.

Der kleine Staubsauger wuselt eifrig durch die Wohnung. Je nachdem wie Sie ihn programmiert haben, wenn Sie zu Hause sind oder eben auch nicht. Ist der Akku leer, fährt er automatisch in die Ladestation, er „umschifft“ Hindernisse gekonnt, erkennt Stiegen oder sonstige „Abgründe“ und stürzt diese nicht hinunter. Bei nur 8 cm Höhe reinigt er auch unter der Couch oder dem Bett, er erkennt stärker verschmutzte Stellen und putzt dort besonders gründlich. Im Normalfall ist alles, was Sie noch tun müssen, den Auffangbehälter zu leeren.

Inzwischen gibt es diese Art von Roboter von den verschiedensten Herstellern und für viele Einsatzbereiche: Vom Poolreiniger über den Bodenwischer bis zum Rasenmäher. Die Roboter scheinen bewusst auf ihre Umwelt zu reagieren, können individuelle „Entscheidungen“ treffen und im Falle des „Roomba“ wird die Umgebung 60 Mal pro Sekunde abgetastet und das Gerät kann darauf mit 40 verschiedenen Verhaltensweisen reagieren. Vielleicht ist es das, was Menschen so fasziniert auf diese Roboter reagieren und sie manche sogar wie eine Art Haustier ins Herz schließen lässt.

Hoffentlich bleibt Ihnen dann in diesem Fall wirklich mehr Freizeit und Sie streiten sich dann anstatt darüber, wer die Hausarbeit erledigt, nicht darüber, wer denn heute den Staubsauger ausleeren darf.


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Redaktion Bauwohnwelt