Leben, wohnen & arbeiten auf einem Resthof

Mit der Bezeichnung "Resthof" wird ein ehemaliger Bauernhof oder ein Gutshaus bezeichnet, wobei zudem meist auch noch die Stallungen und Nebengelasse zugerechnet werden. Nur die Ackerfläche gehört nicht mehr zum Hof.

(1 Bewertung)  
Online seit: 03.06.2015 | Themenbereich: Trends & Lifestyle
Leben, wohnen & arbeiten auf einem Resthof

Angesichts der derzeitig historisch niedrigen Zinslagen investieren viele Menschen in Sachwerte, insbesondere in Immobilien. Selbst die lange Zeit nicht besonders begehrten Resthöfe finden mittlerweile eine große Nachfrage. Das hat gute Gründe, denn ein solches Ensemble ist zwar oft ziemlich ländlich gelegen, bietet aber hervorragende Bedingungen für Leben, Wohnen und Arbeiten unter einem Dach. 
 
Zudem gibt es derzeit den Trend zur Flucht aufs Land, da die Mieten und Eigentumspreise gerade in den Großstädten explosionsartig in die Höhe schnellen. Aus diesem Grund interessieren sich immer mehr Großstädter für Resthöfe, aber auch für alte Gutshäuser oder Reiterhöfe im Umkreis der großen Städte. Da ein Ende der derzeitigen Entwicklung nicht abzusehen ist, wird sich der Trend - und damit die Wertsteigerung - aller Wahrscheinlichkeit nach fortsetzen.
 
 
Warum einen Resthof kaufen?
 
Wer sich für einen Resthof interessiert, möchte sich in erster Linie den lang gehegten Traum vom Leben und Arbeiten auf dem Land erfüllen. Die meist weitläufigen und großzügigen Gebäude ermöglichen die Einrichtung eines Ateliers, einer Werkstatt oder gar den Zusammenschluss von mehrere freischaffend tätigen Architekten, Künstlern, Handwerkern etc. 
 
Resthöfe lassen sich sehr vielseitig verwenden und erlauben die freie Gestaltung und Realisierung eines eigenen Lebenstraumes. Anstatt von der Wohnung zum Büro zu pendeln und dabei viel wertvolle Zeit zu verschleudern, erlaubt ein Resthof das Einrichten von Wohnung, Büro und Werkstatt unter einem Dach. 
 
 
Für wen ist ein Resthof interessant?
 
Insbesondere freiberuflich tätige Menschen mit einem hohen Platzbedarf profitieren von einem Resthof. Ein solches Ensemble lässt sich zum künstlerischen Atelier, zur Werkstatt eines Handwerkes oder Kunsthandwerkers, zum Arbeitsplatz eines Architekten o. ä. umfunktionieren. Auf diese Weise sind schon viele neue Künstlerkolonien entstanden, wobei sich gerade künstlerisch tätige Menschen gern zusammenschließen und etwa ein altes Gutshaus neu aufbauen und gemeinsam betreiben. 
 
Denn eines darf nicht vergessen werden: Resthöfe und ehemalige Gutshäuser sind oftmals recht marode und bedürfen einer gründlichen Restauration. Diese birgt jedoch auch Vorteile, lässt sich der Hof doch nach den eigenen Vorstellungen und Wünschen gestalten.
 
 
Ideen für die Bewirtschaftung eines Resthofs
 
Die Gebäude bieten viel Platz, zudem lassen sich beispielsweise alte Scheunen zu Ferienwohnungen ausbauen. Auf diese Weise kann durch Vermietung noch ein zusätzliches Einkommen erzielt werden. Aber auch Tierhaltung ist möglich. So ist oftmals in den Randgebieten der größeren Städte die Nachfrage nach Einstellplätzen für Reitpferde sehr hoch. 
 
Wer Pferde mag und zudem eine geeignete Weidefläche vorzuweisen hat, kann die Einstellung von Pflegepferden anbieten. Des Weiteren lässt sich der oftmals große Garten ökologisch bewirtschaften, so dass sich vielleicht der Betrieb eines kleinen Hofladens mit selbst produziertem Bio-Gemüse, Eiern und anderen landwirtschaftlichen Produkten rechnet.
 
 
Bildquelle: shutterstock.com
 

© bauwohnwelt.at
Redaktion Bauwohnwelt