Frühherbst ist Schneckenzeit

Bereits im Erstfrühling war Wachsamkeit geboten, was die Aktivität der Nacktschnecken anbelangt, und auch ab Herbst ist nochmals Vorsicht geboten, denn jetzt beginnt die Eiablage. Im Obstgarten beugen Sie Krankheiten und Schädlingen vor, wenn während der Erntezeit regelmäßig das Fallobst aufgesammelt wird.

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Online seit: 27.09.2012 | Themenbereich: Gartenbau
Frühherbst ist Schneckenzeit

Ernten und vorbereiten im Herbst

Der Winter steht zwar schon sehr bald vor der Tür, aber deshalb ist noch lange keine Ruhe bei Schädlingen eingekehrt, denn viele von Ihnen bereiten sich nun auf die Überwinterung vor. Auch die Gefahr der Verbreitung von Pilzsporen, Viren und Bakterien ist weiterhin gegeben, etwa beim Feuerbrand, Apfelschorf oder Rosenrost, wenn nicht im Obst- und Gemüsegarten regelmäßig Pflanzenreste, Fallobst und Falllaub entfernt werden. War der Sommer sehr feucht, hatten es zahlreiche Pilze sehr leicht, sich über Wassertropfen zu verbreiten.

Zu Beginn des Frühherbsts sind an Rosskastanien oft braun gefärbte, welke Blätter, die vorzeitig abfallen, zu beobachten. Hier ist die Kastanienminiermotte (Cameraria ohridella) am Werk, ein nur etwa 5 mm kleiner brauner Schmetterling, der im Lauf des Jahres drei bis vier Generationen hervorbringt, und zwar im Vollfrühling, im Hochsommer und ab Frühherbst. Ernsthaft befallen wird nur die weiß blühende Aesculus hippocastanum, die häufigste Rosskastanie in Parks und Gärten, bei anderen Arten treten kaum Schäden auf.

Das Weibchen legt mehrere hundert Eier auf der Blattoberseite ab. Zwei Wochen nach der Eiablage schlüpfen die Larven und bohren sich in die Blätter, an denen dann die typischen Minen (Fraßgänge) entstehen. Im Lauf des Sommers kann man dann an zahlreichen Kastanien eine vorzeitige Braunfärbung der Blätter beobachten. Die verwelkten Blätter fallen spätestens im Frühherbst vorzeitig ab und mit ihnen das letzte Puppenstadium, das im Falllaub überwintert. Entfernen Sie deshalb während des ganzen Jahres ständig das Laub und geben Sie es am besten in öffentliche Kompostieranlagen, denn nur dort herrschen genügend hohe Temperaturen, um die Puppen zu vernichten.

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Redaktion Bauwohnwelt