Pflegemaßnahmen im Hochsommer

Nach der Hauptblütezeit sollten jetzt Stauden ganz zurückgeschnitten werden, bei denen eine zweite Blüte zu erwarten ist. Öfterblühende Rosen und Nadelgehölze können noch einmal mit Dünger versorgt werden, damit sie gestärkt in den Winter gehen. Für empfindliche Obstgehölze ist jetzt ein Schnitt nach der Ernte am besten.

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Online seit: 26.08.2012 | Themenbereich: Terrasse & Balkon
Pflegemaßnahmen im Hochsommer

Tipps zu den verschiedenen Aufgaben

Unkraut jäten: Während der gesamten Vegetationsperiode ist das Unkraut jäten oder zupfen in den Beeten eine der Haupttätigkeiten. Seien Sie vorsichtig mit dem Hacken und lockern Sie den Boden nur oberflächlich, um die Wurzeln von Gehölzen, Stauden und Sommerblumen nicht zu verletzen. Am besten zupfen Sie das Unkraut nur aus, statt es zu hacken. Nur die die lästigen Wurzelunkräuter wie Giersch oder Löwenzahn müssen mitsamt der kompletten Wurzel entfernt werden. Am besten sticht man sie aus, da dabei die Wurzeln der Zierpflanzen geschont werden.

Blumenwiese mähen: Sechs bis acht Wochen, nachdem Sie im Vollfrühling Ihre Blumenwiese ausgesät haben, erfolgt der erste  Schnitt, ein weiterer dann im Frühherbst und ein dritter meist noch im Spätherbst. Auf alle Fälle sollten Sie Hauptblütezeit und Samenreife abwarten und dann erst mähen. Für bereits gut eingewachsene Wiesen genügen zwei Schnitte im  Jahr, für junge Wiesen sind drei Schnitte empfehlenswert.

Mulchen: Erneuern Sie jetzt in Stauden- und Gemüsebeeten die Mulchschicht, um das Unkraut zu unterdrücken. Dabei können Sie gleich den Wiesenschnitt, nachdem er getrocknet ist, als Mulchmaterial für Gemüsebeete verwenden. Nachteilig sind jedoch eventuell aufkeimende Unkräuter.

Verblühtes ausschneiden: Schneiden Sie jetzt weiterhin verblühte Triebe oder Blütenköpfe bei Stauden heraus, um ein unerwünschtes Versamen zu verhindern. Auch die großen kugelförmigen Blüten der letzten Zierlauch-Arten (Allium) sollten bis Ende Juli verblüht sein und können nun samt Stiel entfernt werden. Stäben Sie weiterhin hohe Stauden und Sommerblumen und vergessen Sie das regelmäßige Ausgeizen bei Tomaten nicht.

Düngen: Zu Beginn des Hochsommers wird bei Nadelgehölzen eine Düngung mit Magnesium, bei öfterblühenden Beet- und Edelrosen sowie Wildrosen eine zweite, kaliumbetonte Düngegabe empfohlen. Zusätzlich gedüngt werden sollte aber erst, wenn wirklich ein offensichtlicher Mangel zu erkennen ist. Werfen Sie deshalb jetzt verstärkt einen Blick auf ihre Pflanzen, ob Sie irgendwelche auffälligen Blatt- oder Nadelverfärbungen finden, und klären Sie erst, ob es nicht Schäden sind, die durch eine falsche Standortwahl für die Pflanze hervorgerufen wurden. Haben Sie im Frühjahr eine Bodenanalyse machen lassen halten Sie sich an die Düngeempfehlungen des Labors.

Generell zu empfehlen ist eine Messung des pH-Werts, die man ganz einfach mit entsprechenden Sets aus dem Fachhandel selber machen kann.Stauden sollten grundsätzlich sehr zurückhaltend gedüngt werden. Polster- und Wildstauden benötigen keine zusätzlichen Düngegaben. Etwas anspruchsvoller dagegen sind Prachtstauden wie Rittersporn oder Pfingstrosen.
Wenn Sie im Frühjahr beim 
Herrichten des Beetes bereits genügend Kompost und eventuell zusätzlich Hornspäne eingearbeitet haben, genügt das für das ganze Jahr.
 
Bildquelle: (c) pixabay

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Redaktion Bauwohnwelt