Pflegemaßnahmen im Spätsommer

Die regelmäßigen Gartenarbeiten setzen sich auch im Spätsommer mit dem Lockern der Beete oder dem Zurückschneiden von Verblühtem fort. Frei gewordene Flächen im Gemüsebeet können schon für den Herbst vorbereitet und abgeerntete Beerensträucher zurückgeschnitten werden. Auch der Hecken- und Sommerschnitt wird fortgesetzt.

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Online seit: 24.08.2012 | Themenbereich: Terrasse & Balkon
Pflegemaßnahmen im Spätsommer

Zu erledigende Aufgaben und nützliche Tipps

Hacken, jäten, gießen: Je nach Witterung kann der August noch sehr heiß und trocken sein. Die Beete, vor allem das Gemüse,  und auch die Baumscheiben von Gehölzen müssen dann regelmäßig und durchdringend gewässert werden. Gießen Sie bevorzugt in den Morgenstunden oder am Nachmittag. Zupfen Sie weiterhin Unkraut aus den Beeten und in den Baumscheiben und lockern Sie dabei die Erde um die Pflanzen auf. 

Verblühtes ausschneiden: Schneiden Sie verblühte Blütenstände bei Stauden aus. Jetzt im Spätsommer können Sie auch zum letzten Mal die abgeblühten Blütenköpfe bei öfterblühenden Rosen ausschneiden. Lässt man die Blüten stehen, reifen bei manchen Sorten Hagebutten aus, die besonders bei Wildrosen oft wunderschöne, auffällige Formen zeigen.

Mulchen: Bringen Sie im Gemüsebeet eine dünne Mulchschicht aus Gras, Rasenschnitt, Stroh oder Gründüngungspflanzen auf, um das Unkraut zu unterdrücken, die Feuchtigkeit im Boden zu halten, das Verschlämmen zu verhindern und das Bodenleben zu fördern. Rasenschnitt darf aber nur sehr dünn aufgebracht werden, damit er bei Regen nicht verklebt und zu faulen beginnt. 
Stroh hingegen ist ein hervorragender Bodendurchlüfter, da es aber sehr stickstoffarm ist, sollte zusätzlich mit etwas Stickstoff gedüngt werden.In älteren Staudenbeeten und auf Baumscheiben eignen sich Mulchmaterialien aus Rinde am besten. Wer Chinaschilf (Miscanthus) in seinem Garten gepflanzt hat, kann den Schnitt klein häckseln und ebenfalls auf die Beete geben. Allerdings bringt man sich dann um die attraktive Winterzierde, die das Chinaschilf bietet.

Nachdem die abgetragenen Ruten von Himbeeren und Brombeeren entfernt wurden, können Sie auch hier eine Mulchschicht aus Rindenkompost ausbringen, da besonders Himbeeren recht empfindlich gegen Trockenheit sind. Bei Brombeeren mindert eine gleichmäßige Bodenfeuchte den Befall mit der Brombeergallmilbe.
Die Mulchschicht ersetzt aber nicht das regelmäßige Wässern bei trockener Witterung. Auch hier sollten zusätzlich Hornmehl oder Hornspäne als Stickstoffdünger ausgebracht werden. 

Gemüsebeete düngen: Bringen Sie jetzt zum zweiten und letzten Mal Dünger im Gemüsebeet aus. Es werden aber nur noch stark zehrende Gemüsearten wie Kohlgemüse gedüngt, die jetzt für die Herbstkultur angebaut werden. Empfohlen wird eine Stickstoffdüngung mit Hornmehl.


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Redaktion Bauwohnwelt