Wo andere Zuhause sind

House Sitter sind in Amerika sehr beliebt und werden auch in Europa immer begehrter. Möchte man beruhigt in den Urlaub oder auf Geschäftsreise fahren, sorgen Haushüter dafür, dass das Eigenheim bewohnt aussieht, kümmern sich um den Haushalt, Garten und die Haustiere.


Online seit: 07.09.2017 | Themenbereich: Sicherheitsservice
Wo andere Zuhause sind

Dabei gibt es beim House Sitting verschiedene Varianten. Es kann sich um einen Mitarbeiter eines Unternehmens handeln, oder der Dienst wird privat angeboten. Dabei übernimmt der „Hüter des Hauses“ alle Pflichten des Hausherrn bzw. genau definierte Aufgaben in dessen Heim. Sie wohnen während dieser Zeit im zu pflegenden Gebäude und können alles mitbenutzen – zum Beispiel auch den Pool, falls vorhanden. Andere House Sitter übernehmen zwar dieselben Aufgaben, wie z.B. die Gartenpflege, das Rausstellen des Mülls oder das Füttern der Haustiere, verweilen täglich jedoch einige Stunden zur Verrichtung der Aufgaben im Objekt. Immer öfter sei auch die Verpflegung von Angehörigen eine gewünschte Leistung. House Sitter können keinen Pflegedienst ersetzen, erledigen jedoch Einkäufe, leisten älteren Familienmitgliedern Gesellschaft oder achten darauf, dass sich die Kinder während der Abwesenheit der Eltern ordentlich benehmen.

Vor allem in der Einbruchsprävention spielt das House Sitting zunehmend eine Rolle. Denn über Tage geschlossene Fensterrollos, überquellende Briefkästen und vertrocknete Blumenbeete sind gute Indizien für unbewohnte Häuser und somit besonders reizvoll für Diebe.

Auch wenn statistisch gesehen nicht die Urlaubszeit die Haupt-Einbruchzeit ist (sondern die „dunklen Monate“ von Oktober bis März, in denen es früh dämmert), fühlt man sich doch unbekümmerter, wenn man weiß, dass da jemand ist, der das Haus hütet. Dabei können Haussitter von einigen Tagen bis hin zu Wochen über im Haus verbleiben. Die Anwesenheit von Menschen ist ein wichtiger Aspekt um Einbrüche zu verhindern. So schützt House Sitting vor ungewollten Eindringlingen.

Aber sein Haus und ganzes Hab und Gut fremden Leuten zu überlassen – dazu gehört schon eine große Portion Vertrauen. Deshalb ist es besonders wichtig, sich genau über den potenziellen House Sitter zu informieren. Ein vorhergehendes Treffen ist unabdingbar, nicht nur um sich besser kennenzulernen, auch um alle wichtigen Details genau besprechen zu können. In seriösen Agenturen, die Haushüter vermitteln, werden auch polizeiliche Führungszeugnisse verlangt, um alle Bedenken auszuräumen. Hat man sich für einen Homesitter entschieden, ist es ratsam, Aufgaben und Verdienst schriftlich festzuhalten. Außerdem sollte der Sitter betrieblich oder privat haftpflichtversichert sein, um mögliche Schäden abzudecken. So lassen sich im Schadensfall Streitigkeiten auf ein Minimum reduzieren. Der Preis für diese Dienstleistung ist individuell und errechnet sich aus Dauer des Aufenthalts und den auszuführenden Aufgaben. Diese können stark voneinander abweichen – ein Vergleich lohnt sich.

Besonders beliebt als House Sitter sind Rentner. Sie sind zeitlich flexibel, haben reichlich an Lebenserfahrung und sind finanziell meist nicht auf die Entlohnung des Minijobs angewiesen. Ein wichtiges Thema beim House Sitting ist auch die Verschwiegenheit.

All jene, die sich keine Housesitter zusätzlich zum eigenen Urlaub leisten können, haben dennoch die Möglichkeit ihr Haus gegen Einbruch zu schützen. Alt bewehrt ist es, mittels Zeitschaltuhren die Wohnung zu beleuchten, damit sie bewohnt aussieht. Auch ein Radio, das mit Timer ein- und ausgeschaltet werden kann, lässt das Heim belebt wirken. Eine weitere günstige Alternative sind Freunde und Nachbarn, die hin und wieder nach dem Rechten sehen.


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