Feuchte Keller - der sinnvolle Einsatz von Mauerentfeuchtungsgeräten

Ein feuchter Keller ist mehr als unangenehm und beeinträchtigt die Wohnqualität in hohem Maße. Erstens geht wertvoller Stauraum verloren, zweitens eignet sich der feuchte Keller auch in keiner Weise als Wohnraum, nicht einmal als Partykeller kann er genutzt werden.

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Online seit: 23.03.2015 | Themenbereich: Innenausbau
Feuchte Keller - der sinnvolle Einsatz von Mauerentfeuchtungsgeräten

Drittens geht von dem feuchten Keller die Gefahr der Schimmelbildung aus. Schimmel stellt eine ernsthafte Gesundheitsgefährdung dar und kann sich vom Keller aus über das ganze Haus verbreiten. Gründe genug also, um der Feuchtigkeit im Keller ein Ende zu bereiten. Der Einsatz von Mauerentfeuchtungsgeräten verspricht nachhaltigen Erfolg.

Gegen feuchte Keller - der sinnvolle Einsatz von Mauerentfeuchtungsgeräten

Es werden im Fachhandel wirkungsvolle Mauerentfeuchtungsgeräte in diversen Varianten angeboten. Auch wenn die Wirkungsweise unterschiedlich ist, dienen diese Geräte doch immer dem gleichen Zweck, nämlich der nachhaltigen Trockenlegung feuchter Mauern. 

Grundsätzlich gibt es nur zwei Einsatzbereiche für Mauerentfeuchtungsgeräte. Sie dienen der Trockenlegung vorhandener Bausubstanz, was sich nicht ausschließlich auf Kellerräume beziehen muss, und der Bautrocknung bei Neubauten. Der Einsatz im Neubau ist in der Regel dann sinnvoll, wenn beispielsweise aufgrund ungünstiger Witterungsverhältnisse die natürliche Bautrockung nicht so zügig voranschreitet, wie es der Terminplan vorgesehen hat. 

Anders ist die Sache gelagert, wenn es um Mauerentfeuchtung in vorhandener Bausubstanz geht, meist ist der Keller betroffen. Hier muss zunächst gründliche Ursachenforschung betrieben werden. Ohne zu wissen, woher die Feuchtigkeit im Mauerwerk überhaupt kommt, ist die Mauerentfeuchtung sinnlos und nicht nachhaltig. Man tut zwar etwas gegen die augenscheinlichen Probleme, erfasst aber nicht die Wurzel des Übels.


Der feuchte Keller - ein klassischer Fall

Aufsteigendes Grundwasser, das sich im Mauerwerk festsetzt, kann schwerwiegende Schäden verursachen. Aufgrund der Kapillarwirkung steigt die Feuchtigkeit zwar nur langsam, aber unaufhaltsam nach oben und kann auf diese Weise das ganze Gebäude in Mitleidenschaft ziehen. Es kommt zu Mauerwerks- und Putzschäden. 

Schimmelbildung ist die unangenehme und obendrein gesundheitsschädliche Folge. Doch nicht nur das aufsteigende Grundwasser kann für feuchte Keller sorgen, auch beispielsweise ein unbemerkter Leitungsschaden oder Mängel in der Außendämmung können die Ursache sein. Ratsam ist es daher, zunächst gründliche Messungen vornehmen zu lassen. Diese Messungen ermitteln die Verteilung der Feuchtigkeit und bestimmen den Salzgehalt. Zu diesem Zweck werden in Abständen von ca. 20 cm Höhe und ca. 40 cm Breite Bohrungen gesetzt, und zwar ab Fußboden bis Geschossdecke. 

So entsteht ein Messraster, das es erlaubt, den elektrischen Widerstand in der Mauer festzustellen. Durch unterschiedliche Bohrtiefen erhält man auch ein Querprofil über die Verteilung der Feuchtigkeit. Die Quer- und Höhenprofile sagen dem Fachmann eine ganze Menge über die möglichen Ursachen der Mauerfeuchte. Nun kann eine gründliche Überprüfung der Feuchtequellen erfolgen. 

Defekte Grundleitungen, fehlerhafte Entwässerungen aber auch unwirtschaftliches Nutzungsverhalten durch die Bewohner sowie ein Zusammenspiel einiger der genannten Punkte können Ursachen sein.


Den Keller trockenlegen und dauerhaft trocken halten

Ist die Ursache der Feuchtigkeit ermittelt, kann diese in der Regel mit relativ einfachen Maßnahmen abgestellt werden. Um die vorhandene Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk zu ziehen, haben sich Mauerentfeuchtungsgeräte bewährt. Der Fachhandel bietet diverse Geräte an, es empfiehlt sich, den Rat eines versierten, seriösen Fachmannes einzuholen. Ist die Mauerentfeuchtung, die entweder eine Fachfirma oder der Hauseigentümer mittels geeigneter Geräte selbst durchführen kann, erst einmal abgeschlossen, gilt es zu verhindern, dass sich Feuchtigkeit erneut festsetzt. 

Dauerhaft aufgestellte Luftentfeuchtungsgeräte können in diesem Fall gute Dienste leisten, aber auch das Nutzungsverhalten kann viel dazu beitragen, den Keller trocken zu halten. Schränke sollten beispielsweise in einem ausreichenden Abstand zur Wand aufgestellt werden, um eine Luftzirkulation zu ermöglichen. 

Speziell das Lüftungsverhalten spielt eine große Rolle, Stoßlüften ist ratsam, sollte jedoch nur dann durchgeführt werden, wenn die Außentemperatur maximal 5 Grad Celsius über der Raumtemperatur des Kellers liegt, im Sommer also am besten nachts. Eine elektrische Lüftung stellt eine sinnvolle Lösung dar.


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Redaktion Bauwohnwelt