Warum der Mistelzweig im Advent zum Küssen einlädt

Mistelzweige mit einem Band über der Haustür dekorativ befestigt, laden jedes Jahr wieder zum Küssen ein. Der landläufige Brauch sagt, wenn sich ein junges Pärchen unter dem Mistelzweig küsst, bleiben sie ein Leben lang zusammen.

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Online seit: 04.12.2012 | Themenbereich: Dekorieren
Warum der Mistelzweig im Advent zum Küssen einlädt

Mythen und Legenden rund um den Mistelzweig

Mistelzweige als Weihnachtsdekoration gibt es schon länger als den Weihnachtsbaum.
In England, Südskandinavien sowie Mittel- und Südeuropa ist der Brauch des Küssens vom 01. Dezember bis zum 06. Januar sehr populär. Steht ein junges Mädchen darunter, darf sie es nicht ablehnen, geküsst zu werden, bleibt sie ungeküsst, wird sie im nächsten Jahr nicht heiraten. Aber auch für alle Anderen gilt, Küssen unter dem Mistelzweig bringt Glück und bei zerstrittenen Paaren steht es für Versöhnung.

Hierzulande ist die weißbeerige Mistel vertreten, sie ist ein immergrüner Halbparasit und wächst kugelförmig in den kahlen Kronen der Laubbäume. Pünktlich zu Weihnachten erscheinen zwischen den hellen, immergrünen Blättern die Beeren. Der Halbparasit entzieht mit seinen Wurzeln den Bäumen Wasser und Nährstoffe. Die Blätter und Stängel der Mistel enthalten Giftstoffe, die bei Kindern zu Magen- und Darmbeschwerden führen können. Sie hat aber auch eine heilende Wirkung und findet in der Medizin gegen Bluthochdruck und Krebs Verwendung.?
Dem Mistelzweig wurden lange Zeit geheimnisvolle Kräfte zugesprochen, um keine andere
Pflanze ranken sich in vielen Ländern so viele Mythen und Legenden. Für Griechen, Kelten
und Germanen galt die Mistel als Zeichen der Götter, da sie zwischen Himmel und Erde
wächst. Die Germanen waren der Auffassung, dass er die Menschen beschützt, neben dem Mistelzweig über der Tür trugen sie noch Armbänder zum Schutz gegen böse Hexen und Geister. Die alten Griechen sahen in der Pflanze ein Mittel gegen Gift. Als dann die Priester an Macht gewannen, wurde der Mistelzweig zum Symbol für Gesundheit, Glück, Mut und Fruchtbarkeit.

Heute ist der Mistelzweig, mit schönen Bändern geschmückt, als Weihnachtsschmuck am beliebtesten. Nicht nur dass man sich an der immergrünen Pflanze mit ihren perlenartigen Beerchen erfreut, sie beflügelt nach wie vor die Phantasie der Menschen in vielen Teilen der Welt.

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Redaktion Bauwohnwelt