Eine richtige Beleuchtung im Herbst schafft Helligkeit im Raum

Der Herbst zeigt sich meist von seiner düsteren und grauen Seite und wenn es schon am Nachmittag draußen dunkel wird, drückt das oftmals auf die Stimmung. Daher sollte man nun für mehr Licht im Raum sorgen, z.B. durch zusätzliche Lichtquellen.


Online seit: 14.10.2015 | Themenbereich: Innenausstattung
Eine richtige Beleuchtung im Herbst schafft Helligkeit im Raum

Nun, da die Tage immer kürzer werden, ist es das künstlich erzeugte Licht, auf das man angewiesen ist. Für den Körper ist der Wechsel von sommerlichen 16 Stunden Tag auf bis zu 16 Stunden Nacht eine Umstellung. Mit kleinen Veränderungen kann man sich darauf einstellen:

Mehr Licht: Der früh hereinbrechenden Nacht sollte man mit mehr Lichtquellen begegnen. Schreibtisch, Esstisch, Leseecken und Sitzgruppen erhalten eigene Leuchten. Die Leuchten sollten nicht blenden - daher werden sie von den Augen der Bewohner weg gerichtet. Oder man setzt auf indirektes Licht, um etwa Regale zu akzentuieren. Grundlegend kann man sagen, dass jedes Zimmer in der dunklen Jahreszeit gut zwei zusätzliche Leuchten vertragen kann. 

Indirektes Licht: Aber mehr Licht ist nicht immer gut. Denn: "Jede künstliche Lichtquelle ist zu hell für unsere Augen, um direkt hineinzublicken", sagt der Lichtbiologe Alexander Wunsch aus Heidelberg. Daher sollten stets Lampenschirme verwendet oder die Leuchten so montiert sein, dass man nicht direkt hineinsehen muss. Dabei empfiehlt sich mit Stimmungslicht zu arbeiten, etwa kleine Leuchten oder LED-Streifen am Regal.

Richtige Lichtfarbe: Es gibt zwar schon warmweiße LEDs, zumeist spenden sie aber bläuliches Licht. "Das ist für das Auge nachteilig, denn die Sehqualität leidet", erklären Experten. Energiesparlampen und LEDs haben meistens nur einen Farbwiedergabeindex von 80 bis 90. Bei echten, wärmenden Lichtquellen wie einer Kerze liegt dieser Wert bei nahezu 100. Das trägt maßgeblich zu unserem Wohlbefinden bei. Es wird daher zu wirklich warmen Lichtquellen wie z.B. Halogenleuchten geraten. Das gilt insbesondere am Esstisch und im Wohnzimmer.

Obwohl Halogenlampen das angenehmste Licht spenden, haben sie doch einen entscheidenden Nachteil gegenüber Leuchtdioden: Der Energieverbrauch ist deutlich höher. In Räumen, in denen gearbeitet wird, kann daher gut zu LEDs gegriffen werden. Das kühle Licht macht wach und aktiviert den Körper. Alternativ raten Experten zu sogenannten Tageslichtlampen. Sie erzeugen Licht, dessen Eigenschaften denen des Tageslichts ähneln und äußerst angenehm sind. Die Lichtquelle nimmt man fast gar nicht wahr.

Nicht zu viel Licht: Künstliches Licht ist auf Dauer nicht gesund. Zu viel und zu helles Kunstlicht wirken sich negativ auf den Hormonhaushalt aus.Daher sollte man nicht versuchen, den Raum gleichmäßig hell auszuleuchten.

Experten raten, sich stattdessen dem naturgegebenen Rhythmus so gut es geht anzupassen. Gesünder ist es, in den Nachmittags- und Abendstunden auf starke Lichtimpulse zu verzichten. In den Abendstunden sollte nur warmes Licht mit hohen Rotanteilen eingesetzt werden, also warmweißes Licht mit maximal 3000 Kelvin. Die Einheit beschreibt die Lichtfarbe: 2700 bis 3000 Kelvin erzeugen gemütliches Licht, Modelle mit dem Tageslicht ähnlicher Beleuchtung haben 5300 Kelvin oder mehr.

 

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Redaktion Bauwohnwelt