Wohn(t)räume auf Japanisch

Seine Wohnräume japanisch einzurichten ist der Traum eines jeden, der an der fernöstlichen Kultur und Lebensweise Gefallen findet. Die Reduzierung der Elemente und Konzentration auf das Wesentliche entstammt dem Buddhismus.

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Online seit: 07.03.2015 | Themenbereich: Innenausstattung
Wohn(t)räume auf Japanisch

Klare Formen, natürliche Farbgestaltung und die Akzentuierung einzelner Gegenstände sind die Hauptmerkmale der japanischen Einrichtung

Möchte man seine eigenen vier Wände japanisch einrichten, und dies auf traditionelle Art und Weise, muss man einiges beachten. So sind die Tatami-Matten ein wichtiges Merkmal. Sie werden ausschließlich aus Naturprodukten hergestellt und haben eine weiche, aus Igusa-Gras bestehende Oberfläche, die anfänglich noch einen leicht grünlichen Farbton hat, der sich später in einen Erdton wandelt. 

Die Matten sind mit Reisstroh gefüllt und an den Kanten durch Baumwollmatten gestützt. Früher wurden die Tatami-Matten ausschließlich in einer Größe hergestellt: 3 x 6 japanische Fuß – durch das 1:2 Verhältnis konnte man verschiedene Muster arrangieren. Die Matten wurden und werden noch heute wegen ihrer guten Wärme- und Schalldämmung verwendet.


Räume japanisch einrichten
Ein weiteres wichtiges Element sind Raumteiler, vor allem die sogenannten “Shojis” sind für die fernöstliche Einrichtung bekannt. Raumteiler, dessen Rahmen aus Holz und in einem streng geometrischen Muster angeordnet ist. Der Rahmen wird mit einem Papier aus Pflanzenfasern bespannt. Teilweise zur Abtrennung im Außenbereich genutzt, ist es eher für die Verkleidung von Wandschränken geeignet. 

Wer seine Wohnräume japanisch einrichten möchte, jedoch nicht die Möglichkeit hat, ein Shoji zu installieren, kann auch auf eine Art Paravent zurückgreifen. Der Raumteiler ist mobil und faltbar. Ursprünglich stammt er aus dem Chinesischen ist aber auch in Japan weit verbreitet. Hier wird ein Rahmen aus Bambus oder Holz mit Japanpapier bespannt.


Wohnräume im fernöstlichen Stil dekorieren
Haus & Wohnung lassen sich mit wenigen Wohnideen im japanischen Design gestalten. So ist darauf zu achten, dass man seine Dekoration auf das Wesentliche reduziert und Raum lässt für ein bewusstes Spiel von Licht und Schatten, und nur einzelne Elemente in Szene gesetzt werden. 

In Japan werden bewusst in einer Schmucknische “Tokonoma” einzelne Antiquitäten, kunstvoll angerichtete Pflanzenarrangements oder wertvolle Pflanzen oder einzelne Schriftzeichen arrangiert. Die Wände sind zumeist einfarbig gestaltet und wenn überhaupt mit einem traditionellen, nicht zu farbigen Fächer geschmückt.


Wohnräume bewusst und natürlich einrichten
Möchte man  japanisch einrichten, sollte man sich an einigen Punkten orientieren.

- Verwendung von Naturmaterialien,
- wenige, bewusst hochwertige Möbel in einem klaren Design,
- dezente, bewusst ausgewählte Deko,
- Verzicht auf grelle Farben in der Wandgestaltung.

Die bewusste Verwendung von traditionellen Materialien und Gestaltungsformen in Verbindung mit dem klaren und modularen Design der Moderne bringt eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten mit sich. Die heutige japanische Einrichtung weicht etwas von den traditionellen Vorgaben ab und wendet sich dem funktionalen, komfortablen Einrichtungsstil zu. Dennoch wird viel Wert auf die Tradition gelegt und sie gepflegt, wo immer es möglich ist.


Bildquelle: shutterstock.com

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Redaktion Bauwohnwelt