Schimmel im Bad vermeiden

Schimmelpilze in der Dusche sind kein schöner Anblick und zudem eine Gefahr für Allergiker und Asthmatiker. Wie Sie diese vermeiden können, erfahren Sie hier


Online seit: 26.03.2015 | Themenbereich: Reinigung & Pflege
Schimmel im Bad vermeiden

In Wohnungen und Häusern sind insbesondere die Badezimmer sehr anfällig für eine Schimmelbildung. Im Bad entsteht während des Badens oder Duschens in kurzer Zeit sehr viel Dampf, wodurch die Luftfeuchtigkeit in diesem Raum erheblich steigt. Die sich bildenden Wassertropfen, abgestorbene Hautschüppchen, Staub- und Schmutzkörner stellen den idealen Nährboden für Schimmelsporen, die sich in der Luft befinden, dar. 

Deshalb muss der Feuchtigkeit im Bad entgegengewirkt werden. Eine Vermeidung und Bekämpfung ist nicht nur aus optischen Aspekten, sondern vielmehr aus gesundheitlichen Gründen dringend erforderlich. Insbesondere für Menschen mit Allergien oder Atemwegserkrankungen stellt Schimmel in Räumen ein Gesundheitsrisiko dar. Wie lässt sich Schimmel im Bad vermeiden?


Richtig Lüften und Heizen
Vorbeugende Maßnahmen wie richtig Lüften und richtig Heizen tragen maßgeblich dazu bei, eine Schimmelbildung im Bad zu vermeiden. Das Stoßlüften generell für Räume besser ist, als ein dauerhaft gekipptes Fenster, ist hinlänglich bekannt. Bei einem gekippten Fenster findet nur eine geringe Luftzirkulation statt. Das Badezimmer kühlt dann zwar aus, aber die angestaute Feuchtigkeit kann nicht richtig entweichen. Schimmel im Bad vermeiden, lässt sich mit dieser Methode des Lüftens keinesfalls.

Deutlich effektiver und empfehlenswerter ist es, direkt nach dem Duschen oder dem Baden, das Fenster für ca. 5 bis 10 Minuten vollständig zu öffnen, so dass die feuchte Luft nach außen abziehen kann. Das Stoßlüften bewirkt so einen Austausch von aufgeheizter Badezimmerluft gegen frische Außenluft. Moderne Lüftungstechnik ermöglicht es den Luftaustausch nach genau definierten Anforderungen zu steuern. 



Moderne Lüftungssysteme sehen anders aus. Integrierte Wärmetauscher helfen Energieverluste beim Lüften zu verringern


Kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL) heißt das Zauberwort. Sensoren messen Temperatur und Luftfeuchtigkeit, sorgen für die richtige Frischluftzufuhr und minimieren über Wärmetauscher die Energieverluste.

Bäder sind zumeist teilweise oder vollständig gefliest. Kondenswasser bildet sich schnell an kalten Flächen wie gefliesten Wänden oder Böden. Die Temperatur im Badezimmer sollte daher bei 21°C bis 25°C liegen. Zudem muss frische Luft, feuchte Stellen gut erreichen können. Durch eine Verhinderung einer hohen Raumfeuchtigkeit, wird Schimmelsporen der Nährboden genommen. 


Trocknen und Säubern der Duschkabine und der Wanne
Nach dem Duschen und Baden sollten die Flächen kalt abgespült und trocken gewischt werden. Mithilfe eines Abziehers lässt sich Kondens- und Spritzwasser von glatten Duschwänden, Wannen und Spiegelflächen gut abstreifen. Anschließend sollten die Flächen mit einem trockenen Tuch abgewischt werden. So kann eine Ansammlung von Feuchtigkeit in den Fugen vermieden werden. 

Fugen von Duschkabinen und Wannen sind nämlich recht anfällig für eine Schimmelbildung. Tritt dort ein Schimmelbefall auf, sollten die Silikonfugen durch schimmelhemmendes Sanitärsilikon ersetzt werden.


Bauliche Maßnahmen
Bei fensterlosen Bädern stellt das Lüften jedoch ein Problem dar. Hier sollten bereits im Vorfeld bauliche Maßnahmen ergriffen werden, um feuchte Wände und folglich eine Schimmelbildung zu verhindern. Durch den Einbau einer Dampfsperrfolie kann Feuchtigkeit nicht ins Mauerwerk dringen und somit wird eine Schimmelbildung vermieden. 

Zudem kann in fensterlosen Badezimmern ein Luftentfeuchter, der die feuchte Raumluft aufnimmt, eingesetzt werden. Auch die Installation eines Badlüfters eignet sich für kleine Bäder oder Badezimmer ohne Fenster. Der Badlüfter zieht die Feuchtigkeit kontinuierlich aus dem Raum ab. Durch diese Methode der Entlüftung können feuchte Stellen vermieden werden. Fliesen, die im Badezimmer angebracht werden, sollten eine glatte und wasserresistente Oberfläche aufweisen. 

Solche Badezimmerfliesen lassen sich gut säubern und verhindern feuchte Wände. Als Sichtschutz und Deko eignen sich anstelle von Vorhängen insbesondere feuchtraumgeeignete Plissees.
 

Plissee für Badezimmer aus feuchtraumgeeigneten 
Materialien verhindern die Schimmelbildung


Schimmel bekämpfen
Ist bereits Schimmel im Bad sichtbar, sollte dieser schleunigst bekämpft werden. Dies gelingt z. B. mit 70%igen Alkohol oder Brennspiritus. Spezielle Schimmelentferner aus dem Baumarkt sollten vorsichtig verwendet werden, da sie ätzende Inhaltsstoffe aufweisen und zudem schädlich für die Umwelt sind. Oberflächiger Schimmelbefall kann somit beseitigt werden. Ist jedoch Feuchtigkeit bereits ins Mauerwerk eingezogen und feuchte Wände sind die Folge, sollte die Beseitigung des Schimmels durch Fachleute erfolgen.


Bildquellen
Bild1: colourbox.com
Bild2: LD / pixelio.de
Bild2: plisseestore24.de

© bauwohnwelt.at
Redaktion Bauwohnwelt