Quälgeister Hausmilben

Die kleinen Quälgeister können uns das Leben ganz schön schwer machen, fühlen sie sich doch gerade in unseren Betten wie im siebten Himmel. Milben ernähren sich von Hautschuppen, und die finden sie reichlich in jeder Wohnung, speziell im Bett und auf der Couch.


Online seit: 06.11.2012 | Themenbereich: Schlafen und Relaxen
Quälgeister Hausmilben

Wie man Milben aus Bett und Polstermöbel vertreibt

Besonders Menschen, bei denen der Kot von Milben Allergien auslösen, haben es
schwer. Jeder Mensch verliert über den Tag bis zu zwei Gramm Hautschuppen,
in ihrer recht kurzen Lebensdauer können sich Milben davon bestens ernähren.
Obwohl man die kleinen Spinnentiere nur unter dem Mikroskop erkennen kann,
reicht allein die Vorstellung, diese kleinen achtbeinigen Spinnen im eigenen
Bett oder in der Wohnung zu haben, großes Unbehagen aus.

Milben haben nichts mit mangelnder Sauberkeit zu tun, sie gehören seit eh und je
zu unserem Leben. Es ist unvermeidlich, dass sich bis zu 1,5 Millionen der kleinen
Quälgeister, bevorzugt im Bett, sammeln können. Für Nichtallergiker sind sie in der Regel harmlos, bei Menschen mit Hausstauballergie lösen sie tränende, juckende und gerötete Augen aus bis hin zu Asthma mit Husten und Atemnot.

Milben fühlen sich bei einer hohen Luftfeuchtigkeit am wohlsten. Oft sterben sie zu
Beginn der Heizperiode wenn die Luftfeuchtigkeit sinkt, Milbenkörper und Kot zerfallen
und können dann dazu führen, dass die Beschwerden in der  Herbst- und Winterzeit vermehrt auftreten.

Mit ein paar Tricks können Sie das Problem mildern.?

Der größte Fehler ist, morgens sofort sein Bett ordentlich zu machen. Denn durch Schwitzen in der Nacht entsteht Flüssigkeit, die unter einem gemachten Bett nicht richtig entweichen kann, so dass die hohe Luftfeuchtigkeit in der Decke und in der Matratze erhalten bleibt. Nach dem Aufstehen unbedingt zuerst die Decke zurückschlagen und den Schlafraum lüften, die Matratze sollte unbedeckt sein, damit die Feuchtigkeit auch richtig entweichen kann. Allergiker können Matratzen mit allergendichten Überzügen beziehen, regelmäßiges Waschen von Bettzeug und Bettwäsche bei 60 Grad Celsius versteht sich von selbst. Viel Erfolg hat man, wenn man die Matratze und das Bettzeug an einem frostigen, trockenen und hellen Tag lüftet und mit einem Teppichklopfer bearbeitet. Aus Hygienegründen wird empfohlen, die Matratze alle sieben bis zehn Jahre zu wechseln.

Auch die geliebten Kuscheltiere unserer Kleinen sind häufig von Milben befallen, deshalb sollten Sie immer waschbare kaufen. Man kann die Stofftiere auch für 24 Stunden in die Kühltruhe legen, dies tötet die Milben, entfernt aber den Milbenkot nicht, am besten also regelmäßig bei 60 Grad Celsius waschen.

Ob ein Teppich oder eher ein glatter Boden für Allergiker günstiger ist, kann man nicht
eindeutig beantworten. Glatte Böden müssen mindestens jeden zweiten Tag feucht
gewischt werden, Teppichböden sollten einen kurzen Flor haben, da der Staubsauger
so die Staubpartikel gründlicher entfernen kann, am besten Staubsauger mit speziellen
Feinstaubfiltern benutzen.

Für Polstermöbel und Teppiche gibt es in der Apotheke Mittel, die den Wirkstoff Akarizid enthalten und so die Milben abtöten können. Dies hilft aber leider meistens nur kurzfristig,
am Besten ist es, den Wohnraum möglichst staubarm zu halten, ganz ausrotten lassen sich die
kleinen Quälgeister ohnehin nicht.

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Redaktion Bauwohnwelt