Räume mit Dachschrägen - Tipps zur Gestaltung (Teil 2)

Im ersten Teil unseres Specials zur Gestaltung von Räumen mit Dachschrägen haben wir Ihnen bereits wertvolle Informationen geben können. Hier folgt nun der zweite Teil mit interessanten Tipps und Tricks.

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Online seit: 26.08.2014 | Themenbereich: Schlafen und Relaxen
Räume mit Dachschrägen - Tipps zur Gestaltung (Teil 2)

Mit Möbeln auf Maß können Sie jeden Winkel Ihres Raumes nutzen. Sie sind das Nonplusultra für schwierig geschnittene Räume unter dem Dach: Einbaumöbel nach Maß. Schränke und Regale, die jeden Winkel nutzen und auf Wunsch hinter genau eingepassten Türen verschwinden, sehen nicht nur elegant aus, sondern bewähren sich auch im Alltag als praktischer Stauraum. 

Vor allem im eigenen Haus oder in der Eigentumswohnung sind Sonderanfertigungen, die vom Schreiner oder von darauf spezialisierten Möbelunternehmen gefertigt werden, eine lohnende Investition.

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Der niedrige Bereich unter der Dachschräge, der sich nur schwer sinnvoll nutzen lässt, dient beispielsweise im Badezimmer als idealer Ort für die Badewanne – denn wo man liegt, braucht man kaum Platz nach oben. Ganz im Gegenteil: Die schräge Dachfläche macht die Wanne zu einem besonders gemütlichen Ort zum Entspannen. 

Bedenken sollte man allerdings, dass sich eine Badewanne unter der Schräge nicht als Dusche nutzen lässt. Um eine separate Duschwanne kommt man in diesem Fall also kaum herum.
Dachschrägen lassen Räume dunkler wirken – an dieser Erkenntnis führt kein Weg vorbei. Das Gute: Man kann eine Menge dagegen tun. 

Wie so oft beim Einrichten steht und fällt die Raumwirkung auch hier mit der Wahl der passenden Farben: Setzen Sie konsequent auf helle Töne – und zwar nicht nur bei der Wandfarbe, sondern auch bei Vorhängen, Teppichen und Möbeln. Das vergrößert den Raum optisch und lässt ihn freundlicher wirken. Wer auf Nummer Sicher gehen will, streicht Wand und Decken in klassischem Polar-Weiss, denn das kommt nie aus der Mode.

Eine der größten Herausforderungen beim Einrichten von Dachräumen: Anders als gerade Wände, die von Regalen und Bildern gegliedert werden, bleiben Dachschrägen oft leer und kahl – und entwickeln so eine übermächtige Präsenz im Raum. Warum also nicht die schrägen Wände genauso liebevoll dekorieren wie den Rest des Raumes? 

So lassen sich etwa Bilderrahmen problemlos mit Ringschrauben und Schraubhaken an die Dachschräge hängen, sofern der Rahmen selbst nicht zu schwer ist. Auf diese Weise wird aus der kahlen Wandfläche eine dekorative Bilderwand für die Sofaecke. 

Liegende Dachfenster sind die Standardlösung, um Licht in dunkle Dachräume zu bringen. Wer jedoch einen Neubau plant oder ein bestehendes Haus mit Dachschrägen umbaut, sollte als Alternative großzügige Atelierfenster in Erwägung ziehen: Sie bringen deutlich mehr Licht ins Zimmer, lassen beeindruckende Blicke nach draußen zu und verleihen obendrein jedem Raum lässige Loft-Atmosphäre

Ob der Einbau von Atelierfenstern technisch und baurechtlich möglich ist und mit welchen Kosten Sie rechnen müssen, erfahren Sie von Ihrem Architekten.

Der Raum unter der Dachschräge wird zur Wand hin so niedrig, dass er sich nicht mehr vernünftig nutzen lässt? 
Wir hätten da eine Idee: Lassen Sie die düstere Ecke doch einfach verschwinden! Mit einfachen Holzpaneelen aus dem Baumarkt, die auf einen Rahmen aus Leisten geschraubt werden, lässt sich mit vergleichsweise wenig Aufwand eine Einbauwand einziehen. 
Mit integrierten Schranktüren, einer Ablage oder Einbauspots sieht die Holzwand nicht nur ausgesprochen dekorativ aus, sondern hat auch praktischen Nutzen.

Um Räumen unter dem Dach zu mehr Licht zu verhelfen, sind liegende Dachfenster das Mittel der Wahl. Doch sobald es draußen dunkel wird, wirken diese wie ein dunkles Loch in der Dachfläche – vor allem dann, wenn die Schräge drum herum in hellen Farben gestrichen ist. 


Abhilfe schaffen spezielle Rollos für Dachfenster, die mit Schienen oder gespannten Seilen in Position gehalten werden. Wichtig: Das Rollo sollte nicht unmittelbar am Fensterglas sitzen, sondern besser bündig mit der Wand abschließen. Entspricht dann noch der Stoff dem Ton der Wandfarbe, erhält der Raum seine Wohnlichkeit zurück.

Manche Wohnprobleme lassen sich am besten lösen, indem man sie bewusst betont. Paradebeispiel: Schräg angeschnittene Wandflächen, die sich kaum sinnvoll nutzen lassen und mit ihrer unregelmäßigen Form oft Unruhe in den Raum bringen. 

Unser Tipp: Streichen Sie solche Flächen in einer kräftigen Farbe, die einen Kontrast zur übrigen Einrichtung bildet, und betonen Sie so die grafische Silhouette der Wand. Auf diese Weise verwandelt sich die schräge Schnittfläche vom problematischen Reststück in einen markanten Hingucker.

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