Wenn Lärm krank macht

Speziell in den Ballungsgebieten fühlen sich immer mehr Menschen durch Lärm belästigt und das nicht nur nachts, wenn man schlafen möchte. Ob Verkehrs-, Flug- oder Bahnlärm, ob Geräusche von Baustellen vor der Haustür, ständiger Lärmpegel nervt nicht nur, er kann auch krank machen.

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Online seit: 23.12.2012 | Themenbereich: Schlafen und Relaxen
Wenn Lärm krank macht

Tipps zum besseren Lärmschutz

Durch eine zunehmende Technisierung unserer Umwelt gibt es immer mehr
Lärmquellen, ob im Beruf, im Haushalt, in der Nachbarschaft oder in der Freizeit.
Menschen, die einem regelmäßig erhöhten Lärmpegel ausgesetzt sind, leiden oft unter Gereiztheit und Konzentrationsschwäche, das kann zu einer erheblichen Beeinträchtigung ihrer Leistungsfähigkeit führen. Auch das Herzinfarktrisiko ist höher als bei Menschen, die keiner Lärmbelästigung ausgesetzt sind.

Lärm entsteht durch Schall, physikalisch messbar ist der sogenannte Schalldruck, dieser wird in Dezibel (dB) angegeben, wobei 0 dB als Stille empfunden wird. Ist man den ganzen Tag über einem Pegel von 85 Dezibel ausgesetzt, kann nach einigen Jahren unser Gehör leiden. Das macht sich bemerkbar mit Ohrensausen (Tinnitus) oder sogar einer Hörverschlechterung. Die Schmerzgrenze liegt bei 135 dB, Straßenverkehrslärm zum Beispiel wird mit 80 dB beziffert, Bürolärm mit circa 50 dB, Discolärm hat oft 90 bis 100 dB und eine Kreissäge etwa 100 dB.

Ohne großen Aufwand kann man Lärm abschwächen indem man sein Räume mit weichen
Materialien, wie zum Beispiel mit Vorhängen oder Teppichen, ausstattet.
Auch Rollläden tragen zum Schallschutz bei. Dabei sollte zwischen Rollpanzer und
Scheibe fünf Zentimeter Abstand sein damit beide unabhängig voneinander schwingen können, das verhindert, dass keine Schallwellen übertragen werden können.

Eine sinnvolle Maßnahme um seine Wohnung vor einer hohen Lärmbelastung zu schützen
sind Schalldämmgläser, sie verringern die
Geräuschbelastung in der Wohnung enorm.

Ein größerer Aufwand ist Schallschutzdecken einzuziehen, das ist zwar sehr wirkungsvoll, aber nicht ganz billig. Bei einer Mietwohnung sollte man daher vorab ein Geräuschprofil erstellen lassen um die Ursachen zu analysieren, danach kann man dann über eventuelle Maßnahmen sprechen, die auch sinnvoll sind.

Holen Sie sich einen Fachmann der sich die Bauweise Ihrer Wohnung ansieht, das
kostet nicht viel und oft kann man mit wenig viel erreichen.


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Redaktion Bauwohnwelt