Die Vor- und Nachteile einer Fußbodenheizung

Die Einen lieben Fußbodenheizung, die Anderen haben so ihre Vorurteile, dabei ist heute fast jede zweite neu eingebaute Heizung eine Fußbodenheizung. Selbst in älteren Häusern kommt sie bei der Nachrüstung immer mehr zum Einsatz.


Online seit: 12.01.2013 | Themenbereich: Heizung & Wasser
Die Vor- und Nachteile einer Fußbodenheizung

Mehr Vorteile als Nachteile

Es gibt die klassische warmwasserbetriebene Fußbodenheizung oder auch die
Elektrofußbodenheizung, wofür man sich letztendlich entscheidet ist Geschmacksache.

Die elektrische Fußbodenheizung erhitzt sich sehr viel schneller als die Warmwasser-
Fußbodenheizung, sie ist einfach zu installieren und kommt oft in  Badezimmern, in
Küchen oder auch in Wintergärten zum Einsatz. Ihr größter Nachteil ist allerdings,
dass sie sehr viel Strom verbraucht, deshalb sollte man sich den Einbau genau überlegen.

Die Warmwasser-Fußbodenheizung kann an bestehende Heizsysteme angeschlossen
werden und mit Öl, Gas, Solar, Wärmepumpen oder auch mit Pellets beheizt werden.
Ihr großer Vorteil ist die Einsparung an Energiekosten, da sie den Raum gleichmäßig erwärmt, sie muss  nicht so stark erhitzt werden wie ein Heizkörper.

Ihr Nachteil ist, dass sie beim Aufheizen relativ träge reagiert, da erst der Estrich
erwärmt werden muss?

Fußbodenheizungen erzeugen ein angenehmes Raumklima, auch verringern sie das
Wachstum von Hausmilben und Schimmelpilzen, was viele Allergiker freut.
Die Meisten schätzen an einer Fußbodenheizung auch, dass sie immer warme Füße haben,
das sorgt für mehr Behaglichkeit in den eigenen vier Wänden. Ein Pluspunkt ist auch, dass es keine sichtbaren Heizkörper gibt und man somit in der Gestaltung der Räume nicht behindert wird.

Immer wieder liest man, dass bei Durchblutungsstörungen in den Beinen Fußbodenheizungen nicht so gut geeignet sind, mittlerweile geben aber Experten Entwarnung. Eine moderat eingestellte Temperatur ist selbst bei Venenleiden unbedenklich.

Fast jeder Bodenbelag ist inzwischen geeignet, wobei Fliesen, Natursteine und Keramik
wegen ihrer Leitfähigkeit zu empfehlen sind. Teppichböden, Laminat, Kork oder PVC
müssen speziell gekennzeichnet sein. Bei Holz empfiehlt sich Buche oder Eiche, da
sie die Wärme gegenüber anderen Holzsorten am besten leiten.

Ein weit verbreiteter Irrtum ist auch, dass Fußbodenheizungen sehr viel teuerer sind,
das ist aber nicht unbedingt der Fall. Sie sind in der Regel auch in der Anschaffung nicht teuerer als die herkömmlichen Heizungen, zusätzlich spart man auch noch Energiekosten, da sie deutlich weniger verbrauchen.

Wenn sie sich für eine Fußbodenheizung entscheiden, lassen Sie sich von einem Spezialisten  gut beraten und holen Sie sich vor der Anschaffung mehrere Angebote ein.


© bauwohnwelt.at
Redaktion Bauwohnwelt