Hausbaudämmung mit Strohballen

Die Hausbaudämmung mit Strohballen bietet Ihnen eine natürliche Wärmedämmung, schont die Umwelt und entspricht wichtigen ökologischen Kriterien. Worauf Sie besonders achten sollten, erfahren Sie hier:

(1 Bewertung)  
Online seit: 09.08.2014 | Themenbereich: Innenausbau
Hausbaudämmung mit Strohballen

Weizen-, Dinkel- oder Roggenstroh sind Nebenprodukte der Landwirtschaft und werden auch als Dämmmaterial eingesetzt. Daneben stehen weitere ökologische Dämmmaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen zur Verfügung:
 
Schafwolle
Flachs
Hanf
Kork
Holzfaserplatten und
Zellulose
 
.
Stroh ist ein altbekannter und bewährter Baustoff
Stroh hat eine hohe Wärmedämmqualität und ist als Baustoff seit Langem bekannt. 



Die Vorteile sind unter anderem:
 
Stroh bietet eine höhere CO2-Reduktion als Holz.
Die Wärmedämmung mit Stroh entspricht dem Passivhaus-Standard
Die Baukosten lassen sich durch die Verwendung von Strohballen deutlich reduzieren
Stroh hat eine lange Lebensdauer und verfügt über eine Wasser abstoßende Außenschicht
Stroh hat einen Feuerwiderstandswert von 90F (Baustoffklasse B2)                             
 
Keine Gesundheitsbelastungen und eine problemlose Entsorgung

Da Stroh eine Dichte von etwa 90 Kilogramm pro Kubikmeter aufweist, nisten sich keine Schädlinge ein. Der Feuchtigkeitsgehalt liegt in der Regel unter 15 Prozent, sodass auch nicht mit dem Befall von gesundheitsgefährdendem Schimmel zu rechnen ist. Strohballen, die zur Hausbaudämmung verwendet wurden, lassen sich problemlos recyceln oder entsorgen. 

Die Hausbaudämmung mit Strohballen - so sieht das in der Praxis aus

Unternehmen, die eine Hausbaudämmung mit Strohballen durchführen, finden Sie über die praktische Handwerkersuche auf www.bauwohnwelt.at. Insbesondere achten die Fachleute darauf, dass die Strohballen, die zur Dämmung verwendet werden, die folgenden Kriterien einhalten:
 
1.
Größe: Zwischen 60 und 90 Zentimeter Länge, 46 bis 50 Zentimeter Breite und 36 bis 40 Zentimeter Höhe

2.
Rohdichte: Mindestens 80 Kilogramm pro Kubikmeter und höchstens 90 Kilogramm pro Kubikmeter
 
Außerdem müssen sowohl der Restkornanteil als auch der Unkrautbesatz unter einem Prozent liegen. Um das zu gewährleisten, wird das Stroh in der Regel mindestens 15 Zentimeter oberhalb des Bodens geschnitten.

Möchten Sie mehr über natürliche Baustoffe erfahren? Auf shaktihaus.de finden Sie viele wichtige Informationen und nützliche Tipps zur Verwendung von Stroh, Bambus, Lehm u.v.m.

 

Bildquelle (c) shutterstock

© bauwohnwelt.at
Redaktion Bauwohnwelt