Schimmelbefall - was tun?

Schimmelbefall in den eigenen vier Wänden ist keine Seltenheit, fast jeder dritte Haushalt ist betroffen. Schimmelbefall entsteht fast nur durch Feuchtigkeit und schädigt nicht nur die Bausubstanz, sondern ist auch ein nicht zu unterschätzendes Gesundheitsrisiko.

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Online seit: 17.07.2012 | Themenbereich: Sanierung
Schimmelbefall  -  was tun?

Tipps gegen Schimmelbefall

Ursache der hässlichen grünen oder schwarzen Pilze an Wänden und Decken ist Feuchtigkeit. Meist hervorgerufen durch dichte Bauweise und falsches Lüften oder zu rascher Wohnungsbezug nach Fertigstellung des Hauses. Auch ein Rohrbruch, Bauschäden oder undichte Dächer oder Keller bieten den perfekten Nährboden.

Schwachstellen für vermehrte Schimmelbildung sind Fensterrahmen, Balkontüren oder Ecken von Räumen mit Außenwänden. Oft entwickeln sie sich im Verborgenen, sobald sie jedoch sichtbar werden, greifen sie die Gesundheit an. Schimmelpilze produzieren Gifte, die den Körper schädigen können, Erkrankungen der Atemwege, Allergien oder Schleimhautreizungen sind keine Seltenheit.

Wird dann nur der sichtbare Befall entfernt und nicht die Ursache bekämpft, ist der Schaden nicht wirklich behoben. Selbst bei Verdacht müssen die betroffenen Räume von einem Fachbetrieb untersucht werden. Wird die Ursache dann entdeckt und es liegt ein massiver Schimmelbefall vor, sollten fachgerechte Sanierungsmaßnahmen ergriffen werden.

Kleine Schimmelflecken lassen sich dagegen mit Sprays oder Hausmittel wie Spiritus oder Essigessenz selbst bekämpfen. Gerade im Bad breiten sich Schimmelpilze schnell aus und man findet sie häufig in Fugen der Duschwand und in den Fliesenfugen. Tränken Sie ein Tuch mit Spiritus und gehen Sie damit über die befallenen Stellen, nach dem Trocknen dann auf die Stellen einen Fugenauffrischer verteilen. So kann man auch kleine Schimmelflecken an Wänden beseitigen, die Stelle an der Wand danach mit einer Feuchtraumfarbe überstreichen.

Eine sehr gute Wirkung erzielt auch Essigessenz. Dazu füllt man Essigessenz pur in eine Sprühflasche und sprüht die betroffenen Stellen mehrmals damit ein.

Beugen Sie Schimmelbefall durch richtiges Lüften in Ihrer Wohnung vor:

Am wirksamsten ist ein wiederholtes Stoßlüften anstatt Dauerlüften. Je nach Wetter circa 3 x täglich für 5-15 Minuten, bei ausgestellter Heizung, mit weit geöffneten Fenstern und Türen lüften, das reicht. Wichtig dabei ist morgens und abends, da zu dieser Zeit die Luft in der Wohnung besonders feucht ist. Nach dem Duschen oder Kochen die entstehende Feuchtigkeit nach außen abführen, damit sie nicht in andere Räume gelangt. Schlecht sind dauergekippte Fenster und geschlossene Zimmertüren, die Wände und Decken verlieren erheblich an Wärme und im Winter kostet das sehr viel Energie. Stellen Sie auch Einrichtungsgegenstände nicht direkt an kalte Außenwände, sondern lassen Sie circa 5-10 cm für die Luftzirkulation Abstand.

Wenn Sie Mieter sind und einen Schimmelbefall feststellen, müssen Sie Ihren Vermieter unverzüglich informieren und eine Frist zur Beseitigung festlegen.


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Redaktion Bauwohnwelt