Immobilien als Kapitalanlage - Die wichtigsten Tipps

Anlageimmobilien feiern derzeit Hochkonjunktur, was vor allem die Folge der niedrigen Zinsen in Kombination mit der ansonsten unsicheren Marktentwicklung ist. Die Investition in einen greifbaren Wert sorgt für ein sicheres Gefühl. Zudem können weder Kursrückschläge noch Zinsausfälle die Einkünfte aus dieser sicheren Geldanlage schmälern. Doch wer in Immobilien investieren möchte, muss zunächst zahlreiche Informationen einholen.


Online seit: 17.10.2018 | Themenbereich: Ratgeber
Immobilien als Kapitalanlage - Die wichtigsten Tipps

Immobilieninvestition: Gute Gründe für die Anlageimmobilie

Derzeit entscheiden sich die Menschen vermehrt dazu in eine Immobilie zu investieren. Dies hat gleich mehrere Gründe: Die Zinsen sind momentan historisch tief. Hierdurch sinkt zum einen die Rentabilität von klassischen Kapitalanlagen (Aktien, Staatsanleihen, etc.). Aber auch Darlehen werden von den Banken natürlich zu deutlich attraktiveren Konditionen vergeben. Für den Kauf eines Hauses oder einer Wohnung spricht auch die positive Entwicklung, die derzeit der Immobilienmarkt verzeichnet. Experten zufolge befindet sich dieser Markt zufolge nämlich in einem Aufholprozess, der längst überfällig ist. Daher sind in Ballungsgebieten wie Frankfurt, Hamburg, Berlin oder München auch steigende Preise auf dem Immobilienmarkt zu erwarten, die sich letzten Endes in einer hohen Rendite von bis zu vier Prozent niederschlagen dürften.

 

Welche Anlageimmobilien sind besonders empfehlenswert? 

Welche Form der Anlageimmobilie die Richtige ist, hängt grundsätzlich von der Risikobereitschaft und dem Kapitaleinsatz des Investors ab. Das Haus als Anlageimmobilie hat in der Regel einen hohen Grundstücksanteil. Während dies beim Vermieten ein Nachteil ist, erweist es sich beim Verkauf allerdings schnell als Vorteil, dass Grundstücke den allgemeinen Wiederverkaufswert erhöhen.

In der Regel darf bei Mehrfamilienhäusern mit einer höheren Rendite gerechnet werden, als bei einer Wohnung oder einem einzelnen Haus. Allerdings treten bei Einfamilienhäusern weniger kostspielige Leerstände auf. Der Erwerb einer einzelnen Wohnung als Teilbesitz ist besonders dann interessant, wenn finanziell keine hohen Investitionssummen möglich sind. Dies hat jedoch den Nachteil, dass in jedem Fall eine reibungslose Absprache mit der Eigentümergemeinschaft des Hauses funktionieren muss. Nicht selten lauern hier Probleme. Der Kapitalertrag aus der Wohnung als Anlageimmobilie ist natürlich insgesamt geringer als bei einem kompletten Wohnhaus.

Gewerbeimmobilien als Kapitalanlage bieten äußerst hohe Renditechancen. Jedoch bergen sie auch ein erhöhtes Risiko durch die starken Marktschwankungen, denn der Bedarf an Gewerbeimmobilien ist nur schwer vorauszusagen. Privatpersonen sollten in der Regel von dieser Art der Immobilienfinanzierung absehen und in klassische Anlageimmobilien investieren.

 

Anlageimmobilien: Die Vor- und Nachteile

Im Vergleich zu klassischen Anlageformen wie etwa Aktien haben Immobilien als Kapitalanlage unterschiedliche Vor- und Nachteile:

Beim Hauskauf können einige Faktoren die zu erwartende Rendite recht präzise abschätzbar machen. Zudem sind die Zinsen sehr gering, was attraktive Darlehenskonditionen gewährleistet. Wer beispielsweise ein Fertighaus in attraktiver Lage bauen will, kann sich durch eine möglichst lange Zinsbindung den derzeitig niedrigen Zinssatz auch für die Zukunft sichern. Natürlich kann jede Anlageimmobilie im Laufe der Zeit auch an Wert verlieren, etwa weil die Beliebtheit der Gegend sinkt. Beim Kauf muss zudem stets der Verschleiß der Immobilie mit in die Kalkulation eingebunden werden. Dabei lautet die Faustregel, dass oft der Wert des Kaufpreises innerhalb von 30 Jahren erneut investiert werden muss.

 

Anlageimmobilien: Was muss beachtet werden?

Neben den eigenen Vorstellungen zur Traumimmobilie spielt natürlich die Lage, der allgemeine Zustand, die Verkehrsanbindung, die Ausstattung sowie das nahe und ferne Umfeld eine erhebliche Rolle. Wer sein Geld richtig anlegen will, sollte vorher einen Blick in die bisherige Mieterstruktur werfen, denn nur solvente Mieter können letzten Endes für einen Geldfluss sorgen. Der Preis ist natürlich ebenfalls ein sehr wichtiges Kriterium, denn dieser bestimmt mitunter auch die Anfangsrendite. Grundsätzlich ist eher eine geringe Anfangsrendite (hoher Kaufpreis) zu bevorzugen, zumindest insofern diese realen Marktwerte widerspiegelt.

 

Das Fazit

Wer sein Geld in eine Immobilie anlegen will, profitiert derzeit von vielen Vorteilen. Eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen für einen finanziellen Erfolg der Anlageimmobilie ist eine gute Wohnqualität. Aber auch eine zinsgünstige Finanzierung ist unumgänglich, wenn in Immobilien investiert werden soll.

 

 Bildquelle: pixabay.com/Nattanan Kanchanaprat


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